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Full text : Das Standschützen-Bataillon Dornbirn im Weltkriege

1866 (!), die ersten ehernen Trüße den Welschen hinüber, die,
obwohl der erste Schuß zu Kurz war, sofort in aller hast Neißa us
nahmen und alles l iegen und steh en ließen. Erst nach zehn Minuten
tauchte n die Mutigs ten w ieder auf und begannen mit der Arbeit von
neuem. Wieder um flog ein eiserner Trutz hine in mit dem gleichen
Ergebn is wie vorhe r und dieses eigentlich als hetz betriebene
Ma növer wurde solange fortgese t zt, bis die Welschen zu graben
aufhörten.

Währenddessen wurde in der ei genen Stellung fleißig ge baut,
so daß die Liegestätten und Träben "scho n wohnliche r wurden und

auch der Nachtruhe be sser gepflogen wer den konnte. So verrann
ein Tag nach dem andern und die eigene Artillerie ließ sich täglic h
hören. — Leide r ereignete sich gleich am 2. Tage ein Unglück, das
einem Kameraden das Leben kostete. Der bei der Kompagniekanzlei
beschäftigte S chütze Jakob Vetter (Vornbirn, Fallenbergstraße)
war beim Suchen nach holz in der Nähe der Kanzlei in Nonchi
auf eine Mine getreten und augenblick lich ge tötet worden.
Unglaublicherweise hatte man die Leute seitens des Talsperr­Kommandos
 von dem Vorhandenfein ausgelegt er Minen nicht
verständigt und schon hatte die Kompagnie den ersten Toten! Die
Leiche wurde anderntags nach Moena gebracht und am 1. Hunt
im Beisein von Dr. Schwendinger und Leutnan t Julius
Hämmerle, sowie einiger Dornbirner und Moenaer
Standschützen vom dortigen Feldkuraten Don Felizetti der
Erde übergeben.

Am 3. Juni in aller Früh be gannen die Welschen den Dank
abz ustatte n für die in den Vortagen hingesandten österreichischen
Trüß e. Nicht allein Tranaten nur, wie sie ihnen ges andt wurden,
auch Schrapnells f logen den Träben zu, bald zu Kurz, bald über die
Köpfe hinüber. Auf die Dauer war dies es S ausen und Donnern
der aufschlagenden und kr epierenden Teschosse für die angehend en
Krieger unheimlich geworden. Gegen 200 T eschosse Kamen dahergeflogen,
 ohne jedoch Schaden zu verursachen. Immerhin hörte sich
die Gemütlichkeit auf, nur mit Brettern gede ckt in den Trüben
zu sitze n, da man jeden Augenblick damit rechnen mußte , daß so ein
Eisentrümmer in den Traben fahre und eine entsprechende Verwüstung
 anrichte. Die Wirkung wäre bei den dicht bevö lk erten
Trüben eine furch tbare gewesen. Bald begannen auch die M aschinengewehre
 zu rattern, Gewehrschüsse gellten durch die Luft — Kurz,
es war etwas los. Nichtig, die W elschen versuchten über den
Baumberg her, eine halbe Kom pagnie stark, einen Angri ff auf
die österreichischen Träbe n zu mache n, zogen aber bald, durch den
warmen Empfang eingeschüchtert, wieder ab, von n achgeschickten
Patrouillen verfolgt.

Die W elschen wi ederholten nun täglich ihr Artilleriefeuer ,
meist n achmitt ags, bis plötzlich ihre ehernen Trüße ein vorl ä ufiges 25
            
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