d er Feind den Rückzug angetreten habe und es trat verhältnismäßige
Ruhe ein.
Jur Mittagszeit hatte sich die Lage wieder so weit geklärt,
daß ans Menageholen gedach t werden Konnte. Diesmal ging man
mit der gebotenen Vorsicht zu Werke und die It aliener hatten
Keinen Anlaß mehr, eine Zu speise zu liefern.
Der Nachmittag verging unter leic htem Gesch ützfeue r und als
die Dunkelheit hereinbrach, ko nnte sich die die nstfre ie Mannschaft
in völlige r Sicherheit dem wohlverdienten Schlummer hingeben. —
Damit war für «die 2. und 3. Kompagnie der Tag d er Feuertaufe
g lücklich vorbei und das schönste bei der ganzen Sache war, daß
dem roten Soldatenwürger Kein Tribu t geleistet werden mußte.
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Die 1. Kompagnie war am 16. und 17. Juni nach erfolgter
Ablös ung in Fangho abmarschiert und hatte in Meida
Guartiere bezogen. — Um 4 Uhr früh bes 18. Juni war Alarm.
Die Welsche n hatten gegen Morg en einen Ang riff gegen den Paß
le Selle unternommen und da die Besatzung dieses U e berganges
sehr schwach war, soll te Hie 1. Kompagnie zur Verstärkung dahin
marschieren.
Kaum bei der Kapelle S t. Trucifisfo angelangt, Kam
Befehl, daß die Kompagni e den bis zum Al lochet und
Rizzonirücken vorgedrungenen Feind in der Flanke anzugreifen
habe, zu welchem Z wecke die Kompagnie sich gleich am
Eingang ins Monzonital recht s in die hänge hinaufließ. Es
war schon heller Tag gewo rden, als auf den ge genüberliegende n
Bergrücken die Federbüsche der welschen Bersaglieri und die
Hüte der 6 l p i n i auftauchten, die auf dem Hang herumkletterten.
— Ueberall Gewehrfeuer, zum Teil auch gegen die eigene
Kompagnie, so daß der Vormarsch an den stei len häng en nur
lan gsam vor sich gehen Konnte . — Als G a r d e c c i a erreicht war,
Kam Befehl, den Weiter mar sch gegen «den Rizzoni abzubrechen
und sogleich nach Taramelli abzusteigen, da die Welschen von
eine r, von Fangho heranrückenden Abteilung des deutschen
Alpenkorps in der Flanke angegriffen und verjagt worden wa ren.
— Somit Kam die Kom pagnie, ohne eigentlich richtig zu Schuß
gek ommen zu sein, nach T a r a m e l l i (ein Schutzhaus des 5. A. T.
— Trientiner Alpenvereines). hier übe rnahm ein deutsche r
Of fizier das Kommando, wel cher sofort eine 25 Mann s tarke
Patrouille verlangte, um «die allenfalls noch in «den h ängen des
Allochet verbliebenen Italiener vollends zu v ertrei ben.
Sogleich meld eten sich 25 Mann der Kompagni e freiwillig unter
dem Kommando eines deut schen Unteroffiziers mitzugehen. —
Rasch stiegen sie auf gegen den patz Ie Selle , sahen dann aber, 37