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Full text : Das Standschützen-Bataillon Dornbirn im Weltkriege

geschickt werd en mußten, um beim G eschü tztrans port über die steilen
Hänge mitzuhelfen. Anderntags mars chierte die Abteilu ng wie der
nach M e i d a.

Ver 86. G eburtstag des greisen Monarchen am 18. Augu st
1915 wurde fest lich begangen. Vie Ma nnschaft erhielt eine fünftägige
 Gratislöhnung und wurde, vom Feldwachdienst abgesehen,
dienstfrei belassen.

In Vigo war früh 8 Uhr Feldmesse, wozu alle im Tal befindlichen
 dienstfreien Offiziere und Mannschaften befohlen wa ren.
Hierauf fand Defilierung aller anwesen den Truppen vor dem
Gberstbrigadier Schießler statt. Vom St ands chützenbao n Dornbirn
 war die 1. Ko mpagnie unter Kommando des Leutnants Fetz

ausgerückt.

Die 2. Kompagnie hatte in Eiamp ei zur Feier des Tages
eine kleine Feldkap e lle gebaut, die in ihrem Kindenkleid mit dem
net ten Türmchen einen sehr schönen Anblick bot. Feldkura t
Pirner nahm die Einweih ung vor und zelebri e rte eine Feldmesse.
Das Grenzabschnittskommando, sowie die 2. und 3. Komp agnie
na hmen an dem Gottesdienst teil. Feldkurat Pixner und Obe rst
Seyfried hielten dem Fest anlass e entsprechende Ansprachen und
in weihevoller Würde verlief die schöne Feie r, während donnernde
Kanonen das Stimmungsbild voll s tändig machten. Die Offizi ere
waren nachher Gäste in der Offiziersmeffe des Herrn A bfchni tts-Kommandanten
 und gegen Abend trat dann noch eine Sängerpartie
von der 2. Kompa gnie in Aktion. Nachdem der Vater Staat neben
Verpflegsz ub uß en für diese n Tag auch Wein spendiert hatte,
herrschte bald die fröhlichste Stim mung und Heimatslieder gaben
ihren Widerhall von den benachbarten Fel s wänden.

Im Laufe des Monats August verließ der von dem Baon
Kastelruth vorübergehend zugeteilte Feldkurat pixn er die
Dornbirner Standfchützen. Sein Nachfolger war Dr. Johann
S a h l e r, ein Landsmann aus dem Ländle. Un bestritte n hatte
der erste Seelsorger in seiner bied eren Tir oler Art den Weg zu den
Herzen der Standschützen rasch gefunden, aber so recht innig wurde
das gegenseitige Verhältnis erst mit dem Erscheinen Dr. S a h l e r s.
Letzterer war ein Feldgeistlicher, wie man ihn nicht edler d enken
konnte, und bald war er in allen Stellungen ein mit aufrichtiger
Freude begrüßter Gast. Es wird im Verlaufe der weiteren Ausführungen
 noch mehr Gelegenheit geben, über ihn zu schreiben.

Am 28. August mußten wiederum 50 Mann der 1. Kompagnie
ins Monzonital nach Gardeccia zur Erba uung eines
neuen Artillerieunterstandes ausrücken, wo sie unter Führung des
Dberj ägers Fäßler bis zum 10. Oktober verblieben. Gardeccia
 liegt in einer Höhe von etwa 2500 m und war damal s eine
schöne Alpe mit heuhütten. Solange der Somm er noch anhielt, 50
            
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