um den Busdruck des betreffenden Befehles zu gebrauchen,
„vollwertige Verteidigungstruppen". — Nebenbei fei noch erwäh nt,
daß die Beschaffung des nötigen Brennholzes für die Tal- und
Bergstationen von allem Anf ang an sehr viel Zeit- und Brbeitsaufwand
erforderte.
Am 22. Feber 1916 wurde der U rlaub gesperrt. Es war dies
eine Folge der Vorbereitungen für 'die Mai-Offensive gegen
Italien, da das ganze verfügbare Waggonmaterial für
Munitions- und Truppentransporte benötigt wu rde. Beson ders.
Hart traf diese Sperre den Zugsführer Fenka rt von der
3. Kompagnie, dem während dieser Zeit die Frau starb und dem es
durch diese Verfügung benommen war, den verwaisten Kindern
in der Heimat helfend beizustehen .
★
Der 24. Feber 1916 brächte dem Baon d en ersten größeren
Verlust. Vier blühend e Menschenl eben fielen einer niedergehenden
Lawi ne zum Gpf er.
Wie schon früh er erwähnt, hatte die Standschützenbesatzung
des Monte Pecol auf dem Sasso Pecol eine Feldwache zu
unterhalt en. Ver Weg zu di eser Wache wurde während den Winter
monaten durch Neuschn ee oder Schneeverwehungen sehr oft zugefüllt,
was zur Folge hatte, daß in solchen Fäl len vor der Wachablösung
einige Mann von der Hauptstellung aus den Weg durch Bustreten
oder Busschaufeln g angbar mac hen mußten. — An diesem Tage
waren nun die Schnee- und Luftverhältnisse derart ungünstig, daß
hohe Lawinengefahr bestand. Oberl e utnant Lösch nahm daher
von einer Kommandierung Bbstand und fragte, wer sich zu dieser
gefährlichen B rbeit freiwillig melde.
Zugsführer Kremmel Otto (Vo rnbirn)
Unterjäger Hagen Anton (Lustenau)
Standschütze Hilde Franz (Vornbirn)
„ • Mätz ler Frie drich (Vornbirn)
erklärten sich bereit, das Wagnis zu unter nehme n. — Diese vier
opfermutigen Kameraden machten sich also ans Werk, während
ihnen die Feldwache von oben entgegenarbeitete. Schon waren sich
die beiden Partien auf ca. 50 Schritte nahe gekommen, als ein
plötzlicher, äußerst heftig er Windstoß die Feldwache zwa ng, die
Bugen zu sc hließen und sich dem Berghang zuz uwend en. AIs sich
diese Leute nach einigen Sekunden wieder umk ehrten, waren die
Kameraden von der Tege nparti e verschwunden. — Eine L awine
hatte sie zu Tal geschl eudert ! — Trotz der äußerst gef ä hrli^en
Lage wurd en unter Leituna des Oberleutnants Bösch sofor t die
Bergungsarbeiten ausgenommen, doch blieb den mutigen Better n
ein p ositiver Erfolg versagt . Zugsführer Kremme l ko nnte nach HZ