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Full text : Das Standschützen-Bataillon Dornbirn im Weltkriege

H örigen hatten zum überwiegenden (Teil diese Bedingungen erfüll t
und dementsprechend groß war dann auch die Zahl der verteilten
Karl -Truppen -Kreuze . *

Hm 1. Dezember wurde der Baonsadjutant, Oberleutnant
Norbe rt hämmerle, aus w irtschaf tliche n Gründe n vom
Die nste enthoben. Sein Bbgehen wurde allgemein sehr bedauert,
denn Oberleutnant Norbert hämmerle war während der
ganzen Dien stzeit in allen Lagen ein g erechter, stets freund lic her
Vorgeset zter . Sein Nachfolger war Oberleutnant Be r t o l i n i, der
fortan Provianto ffizier und Baons adjutant zugleich war.

Die schon vom November her vorhandenen Schneemassen
türmten sich im Laufe der erste n Dezemberhälfte immer höher und
nur mit äußers ter Kraftentfaltung war es den Truppe n im
Verein mit Krie gsgefa ngenen möglich, die Wege wenigstens
te ilweise offen zu halten. Die ganzen Stellungen versan ken gleichsam
 im Schnee und alle Verbin dungsgänge wurden entwed er zu
(Tunnel s oder Hohlwegen mit mehr als mannhohen S chn eewänden.
HIs in die Schneemassen gar noch Regen fiel, erreichten die unheimlich
 en Verhä ltnisse am 13. Dezemb er 1916 ihren Höhepunkt. Es
herrsch te eine aus gesprochene Lawinenstimmung und die folgenden
traurigen Ereignisse dieses Tages ließen die abergläubische Furcht
vor der Zahl 13 fast berechtigt erscheinen.

Ohne besondere Vorfälle war es 6 Uhr abends geworden.
Un heilsch wanger brütete die stürmische Wintersnacht und wie ein
Blpdruck legte sich die drohende Vernichtung auf die Gemüter. Wie
bekannt, befand sich die 2. Kompagnie im Standschützenunterstand
am Lastei-hang. Plötzlich wurd en Hilferufe vernehmbar und
einige Leute eilten ins Freie, um nach der Ursache zu forschen.
Kaum standen sie aber unter den Busgängen, als ein unheimliches
Sausen und Raus chen Bnlaß zur schleun i gsten Um kehr gab. Einige
Schritte zurückgesprungen, fegte schon eine Law ine an der Längsseite
des Unterstandes vorbei und warf meterti ef Sch nee durch die offenen
Türen. Nach der ersten Bestürzung verließ die Kompagnie, mit
Schaufeln und Sturmlaternen bewaffnet, den Unt er stand, um die
Räumun gsabbeite n in Bngriff zu nehmen.

Die Gegend bot ein neuartiges Bild. Der Busläufer einer
Lawi ne hatte den Unterstand an der Vord e rseite gestreift und derart
viel S chnee aufgehäuft, daß anfän glich kaum eine Orientierung
mögli ch war. Die erste Frage galt dem Posten der Lagerwache.
Erfreulicherweise konnte die ser sein Vorhandensein selb st melden.
Er verdankte sein Leben dem Umstande, daß er im kritischen Bugenblick
 im gedeckten Verbindungsgang zur Küche stand und daher von
der L awine nur den Luftdruck zu kosten bekam, der ihn zu Boden
schleuderte. Die ins Freie rage nden Ofenröhren waren auf 93
            
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