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Stadt ei ngezog en. Gutes Nachtlager br ächte den
von der Hitze Ermattete n baldige Erquickung.
In Bozen blieb die Compagnie vier Tage,
genoß aus gezeichnete Verpf legu ng und erfreute sich
gro ßer Bel iebt heit bei deu Bürgern; nur die Hitze
schi en fast une r träglich. Obwohl die Schützen sich
noch mit fast unbe schränkter Freiheit bewegen durften,
trat doch der Ernst des K rieges ihnen zum
erstenmal e nahe. Der ruhmvolle Sieg des Erzherz
ogs Albrecht bei Custozza (24. Juni) brächte
viele Gefangene und Verwundete nach Bozen. Die
Bludenzer Compagnie mußte am 28. Juni eine
Abtheilung von 1590 gefange nen Italienern bis
Brixen d eckend geleiten, unb zur Beför deru ng einer
zweiten war die Dornbirner bestim mt. Weil man
jedoch diese zweite Schar unvermnthet über Görz
nach Wien lieferte, wu rden die Dornbirner des
Gesc häftes en tbun den?) Die Güterhalle des Bozener
Bahnhofes war mit österreichischen Verwundeten
ungefüllt; sie boten einen entsetzlichen Anblick und
die Herzen vieler Beschauer wurd en mit Graue n
9 Dar nach ist die Anm erkung S. 22 f. im 5. Bande
des vom k. k. Generalstabs-Bnreau für Kriegsgeschichte
herausgegebenen Werke s: „Oesterreichs Kämpfe im Jahre
1866" zu b erichtigen.