50 —
nut offenen Seiten und nur im Winter in der Stube
Ich vom werde. Sein Sprengel reichte anfan gs nor
lich vom Boden- bis zum Wale nstätte r See südlich
an den Septime r an der Grenze des V eltlins, ostlich
bis an den Arlb erg. Mächtige Herr en aus rhatischem
1 nd alemanischem Geschlecht waren' seine Schöffen und
es sassen auf der Müsiner Wiese zu Gericht: die Grafe n
von Monfort, von Werden berg, von Toggre nbur
Misoy T : 6 4058000urg, von
Disox die Freiherren von Aspermon t, von Belmont
von Eha zuns. Später, nachdem die alten Ges chlec hter
untergegangen, wurden die zehn Beisitzer aus dreize hn
freien Cheschlechtemn des Sprengels gono mmen. Der
freie Landrich t er wurde von der kaiserlichen Majestät
gesetzt , im letz ten Jahrhundert aber verordnet, dass es
für alle Z eiten der Vogt von Feldkirch sein soll e. Dies
freie Landgericht erhielt sich bis zum Jahre 1806
wo Vora rlberg an Baier n fiel.
‘ Rankweil hat meh rere, gute Gasthä user, wie zum
» schwarzen Adl er« 111 der Mitte des Marktes, zum
. Hecht und zum »goldenen Adler«; bei letz terem
führt die Strasse vorbei und über die Sulzer-Frutzbrticko
mach Sulz, am Frödischbac he, ober dessen Einmündung
maiden Frutzbach. Zur Unterhaltung dies er durch die
wilde Frutz oft zerstörten Br ücke ist ein eigenes KaI
al von mehren tau send Gulde n g ewidmet Früher
zu Ran kweil gehörig, bil det Sulz nun eine sel bständi ge
Pfa rre. Hier brennt man einen schätzbaren Kalk der
sogenannten Wetterkalk, aus den Steinen, die der rie
dis chbach mit sich führt. Er wird in alle Gegenden
Vor hers s. ja sel bst in die Schweiz und nach Schwaben
ruhrt,und theu er bezahlt, weil er besser als jeder
andere Kallk der Verwitterung wide rsteht. Sulz hängt
beinahe zusa mmen mit Eöth is, das sich in einer