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Labun g. Etwas wei ter in der Höhe genies st man eine
Um schau, dergleic h en es in wei ter Runde kehre zweite
gibt. Von Liechtenstein sehen wir nur Ruggell; dafür
dehnt sich vor unsern Augen weit aus das schweizeris
che Rheinthal mit Sax, Salez, Lienz, Sen nwald, Rütti,
Oberriet, Kobelwa ld, Muntlingen, Rebstein, Marbach,
Balgach; aus dem untern Vorarlberg wink en uns zu
Lautrach, der Gebhardsberg, Schwa rzach, Bildstein,
Götzis, Bauer n, Fraxern, das herrliche Thalgelände von
Rankweil mit den Dörfern Klaus, Weiler , Röthis, Viktorsberg
, Sulz, Laterns und Rankweil; ger ade vor unsern
Blicken Koblach, Meiningen, Novels, Gisi ngen, Altensta
dt, Pr ederis, und auf jense iti gem so freundlich herüber
la chenden Mittelgebirge das anmuthige Ueber saxen.
In wieder ander er Wend ung schauen wir unter uns das
graue Feldkirch mit seiner stolzen Schattenb urg und
den grossartigen Fab riks- und Conviktsgebäuden. Im
innern Wal gau, das dem Auge ein ganz anderes romantisches
Gebirgsbild verführt, die Stadt Bludenz mit
den Dörfern Nüziders, Nenzing, Satt eins und Frastanz.
A on diesem reichlich lohnenden Punkte wandern wir
über den Rück en des Berges her ab, über ein angenehmes
Thälchen zur Ruine Neuschellenberg. Die Ritter
von Schellenberg, ein uraltes Adelsgeschlecht, zählten
unter ihren Familienmitgliedern würdige Bischö fe und
Domherren, tapfere Kriegshelden und weise Staats männer.
Sie bewohnten ursprüng lich ihr Stammschloss Altschellenberg,
von welchem in der Nähe des Liechtensteinischen
Weil ers Gamprin auf einem Hügel nur
mehr einige sehr spärliche Ueberreste vor handen sind,
die aber ohne Fü hrer sc hwer gefunden werden. Dieses
alte Schlo ss war urkundli ch schon im zehnten Jahrhunderte
von den Rittern von Schellenberg bewohnt.