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Full text: Über die Urbewohner Rätiens und ihren Zusammenhang mit den Etruskern

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sches Castell , jetzt Seebe n bei Klausen, Saviuna, Savienthal im 
K. G. B. Savisa, S eewis im Prättigau, Savatosa, in den Ur­ 
kund en Su ates, Schwatz im น. I. Th. 
รบ, SUTH. S uthus, Suthina, Suthur, Sut hrina, Sautu- 
rine. *) Davon Suthunis, Santens, am Eingänge des Oetztha- 
les und Sateins bei Feldkirch im V. A. B. Suthuri s, Sauters * 2) 
am Eisac k bei Klau sen und Siders im Kanton Wallis (vergl. das 
etruski sche Sudertum). Sadrun am Vorderrhein — Sathuruna. 
S edunum, der alte Name von S itten an der Rho ne, ist wohl 
auch nicht keltisch sondern ein rätische s Sathuna. — Susisa, in 
den Urku nden Sus is,3 *5)ist Süß im Engadein. Susulona ist der 
urkundliche Name von Saalen,") einem Weiler am Eingänge 
des Ennebergerthales; das nämliche ist Sisulna , bei S chuls im 
Engadein. Sufer s im Schamserthale ist Suvuris. ö) 
indessen lieber glauben, daß die Römer die rätische Endung una sich durch 
Versetzung in die dr itte Declin ation bequemer gemacht und glauben, daß 
die spätern Formen Sabiuna, Sabiona, Tinezuna , Belizun a das Ri chtige 
bieten . Ersteres ist uns Tinetuna, letzteres Velituna, dasselbe was Ulten 
und Vulten. Uebrig ens liest man bei Resch -Ann. Sabionenses im achten 
und neunten Jahrhundert auch Saviena statt Saviona, Sabiona, und der 
Uebergang des a in e er scheint berei ts im I 854, wo der Ort S ebana 
heißt. 1. S. 92. 
1) Verm. 266. 
2) Ein Sautri (l. Sautrisa) übrigens auch bei Verm. S. 255. Nr. 195. 
Auch Suthunis — Sathunis ließe sich schon im Etruskischen na chwe isen, 
denn Satn ala bei Verm. 295 und Velusathne bei Lanzi ist wohl gleic h Su- 
thinala und Vulsutina. 
3) Horm. f. W. 2. 190. 
') Horm. Bei tr. 1. S. 118, im I. 892. 
5) Ist Sobre im I. 842. Eichh. S. 17. 
6) Sui und Sal (Salve) sind übrigens wahrscheinlich nur Derivate von 
dem Stamme รน, der wohl mit G -a'to, Goto Gto^to zusammenhangt. Salvus, 
Salve mag daher e benso wohl etruskisch seyn, als lateinisch, wie auch jenes 
salu vura wohl dem lateinischen salu ber entspricht. 
Das Thema Sui, von welchem das mehrfach vorkommende 
Sils, Silz, in den Urkund en Sules, Sülles und Sill, Flußname, 
urkundli ch Sulla kommt, ist wohl ein und dass elbe mit Sal; 6) wie 
denn auch der Name der Familie Salis mit dem ihres Stamm­ 
ortes Sils, Sog lio (Sulisa) ein und derse lbe ist. Sulsana bei 
Scamfs tut Engadein ist Sulisan a.
	        
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