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ten die Ansiedler, wenn jene ungangbar waren, nicht wohl kom
men und es ist daher bemerkenswerth, daß in beid en Dö rfern die
Sage geht' , die erste n Anbauer seien nicht am Bache herauf, son
dern rückwärts über das Ge birge hergekommen. Die Venter
wollen nä mlich vom Vintschgau über den Oe tzthaler Ferner , die
Turer vom Wippthal her über das Schmirnerjoch in ihre jetzi
gen Sitze eingezogen seyn. Nun haben aber die Turer und eben
so wohl die Venter größer e Familienähnlichkeit mit den abw ärts
am Bache wohnenden Zillerthalern, und beziehungsweise mit den
Oetz thal ern als mit den je nseits des Gebirges liegenden Wipp
thalern und Vintschgauern, und wir gla uben daher, daß diese
Sagen uralten rätischen Ursprunges seien und daß die j etzigen
Venter, die vom Oetzthale heraufgekommen und die jet zigen Tu
rer, die aus dem Zillerthale einge wande rt sind, sie nur von den
früher n andersstammigen Einwohnern übernommen haben. *) Es
weist auf diesen uralten Zus ammenha ng eben so wohl, als auf
die Unbewohntheit der näher gelegenen unter n Gegenden, daß
Vent, obg leich durch die schauervollen Wildnisse der nur im Som
mer gangbaren Oetzthaler Ferner von dem Etschlan de getre nnt,
doch noch bis in dieses Jahrhundet herein in Gericht und Pfarre
nach Castelbell im Vintsc hgau und daß die Hinter-Turer früher
nicht zum Zillerthal gehörten, dem ihr Bach zuläuft, s ondern in
Gericht und Pfarre übers Joch hinüber nach Matrei, wohin sie
im Wi nter, wenn jenes nicht zu passiren, dreißig Stunden zu
gehen habe n. Ebe nso waren die rätischen Dörfer im Lechthale,
Grameis, Madau am Parseierbach, N amlos น. s. w. nicht zu
dies em ge zogen, s ondern standen unter den Gerichten zu Landeck
und Imst.
*) Daß die jetzigen Einwohner von ge rma nisirten Rätern abstammen,
ist, zumal bei den Turern, deren Deutschthum so viel archaistis ch Int er
essantes bietet , nicht wohl anznnehmen. Eine Mischung kann man
dessen ungeachtet zugeben.
S teub, Nätien. IQ
8.
Alle in dem oben angegebenen Umfange sich findenden Na
men von S tädten, Dörfern, Höfen , Bergen und Flüssen trag en
nun, wenn überhaupt ein Gepräge kennbar und dieses nicht deuts ch,