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Kals liegt die Alpe K launz i) — Calunis a. Ein p radum in Co-
limne kommt im Testamente Bischof Tello's (707) vor; * 2 *) dieses
Colimnes ist rätisch Calu mnes und müßte jetzt Schl ums, Schlims
oder Schleims heißen. Einen Schl umserbach haben wir oben er
wäh nt; ein Schlimes findet fich im Kaunserthale, ein Schleims
bei Kreut an der bapr. Grän ze. 5 6)Wenn man nach Anleitung
des Beispiels von Senuvium für Schnuvium auch Selannes, was
im Testamente Bischof Tello's für Schlans am Vorderrhein '*) vor
kommt und Salinae, was der urkundliche Name von Schleins im
Engadein ist/) für unrichtige Latinifirungen von Formen hält,
we lche von Cal abgeleitet find, so ersch einen auch diese beiden
Namen als Calunisa. Ein solc hes ist auch Jlanz am Vorder
rhein K. G. B. Der romansche Name Glon hat den anlauteu-
den Consonanten bewahrt, aber das Suf fir a bgeworfen; der
deutsche hat dieß be halten, weist aber dagegen einen laut der
Urkund en 0) schon sehr alten Uebergang des anlautenden c in j,
welches das tonlose a absorbirte und als i s tehen blieb. Bei
Jlanz fl ießt der G lennerb ach in den Rhein — Calunur a. —
Glanz und Schl aiten, zwei nahe beisammenliegende Dörfer im
Jselthale, halten wir für Calunisa unt» Calutuna. Von Calurun a:
Celerina im Engadein und Klera nt (urkdl. Cleran)7) bei Briren.
heißt der Ort g ewöhnlich in C leso, in Cle xo. Das X ist hier wie sch zu
sprechen, wie in Alex is, was öfter für Adi ge, Etsch geschrieben wird.
*) Beda Weber 3. 145.
2) Eic hhorn. S. 7.
■') Es versteht sich aber von selbst, daß wir jenes Colimnes in kein em
dieser drei zu s uchen ha ben.
^) Eichh. 7. de Sela une ; e bend. de Selau no , wie in Glurn o neben in
Glurne vorkömmt.
5) Eichh. 58. Curt is de Salina im I. 1161. Ebenso find et sich zuwei
len Seltenes für Schlins im Vorarlberg.
6) In Cliande im I. 824. E ichh. S. 17. D eclinirt von Clians, Clian-
dis, wie sich in A gunde findet von Aguns 1 Agundis. Zm Testamente
Bischof Tello's, also 707, kommt ind essen schon die jüng ere Form in
lliande vor. Eichh. S. 6.
7) Nesch, Anna les Sabion. 2. 671. Saec XI. Statt Cleraun wie Göfr
lan statt Gaflaun. Die Kräftig ung der En dung an in ant, and findet
sich in Tschirland (was Girlan), Rab land, Tschirgant, Mailand für Mi-
Jano น. a. wiede r. Ebenso ist die En dung alt in Ravalt, ssiavenalt,
L arsalt auf al zurückzuführen.