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Full text : Fünfzig Jahre evangelisches Gemeindeleben in Vorarlberg

gutem Beispiel e voranging, indem er 6000 K zeichnete und Herr
Karl von Schwerzenbach ein wertvolles Grundstück für den Schulhausbau
 zum Geschenke anbo t, überdies 2400 K zur Verfügung
stellte. Mit Worten tiefinni gen Da nkes ehrte die Versammlung die
hochherzigen E ntschlüsse dieser edlen Wohltä ter unserer Gemeinde.
Ihnen folgten die Herren Jenny & Schindler in Kennelbach, welch e
8000 K spendeten. Aus Basel wurde n durch Herrn Re ktor Bussinger
2000 Fr. übermittelt. Auch die hiesige Stadtgemeinde kam durch
dank ensw erte Subventionen der evangelischen Gemeinde auf das
freundlichste entgegen. In der Hoffnung auf we itere in Aussicht
gestellte Zuflüsse ging man getrost ans Werk.

Der Schulbau wurde nach den Pläne n des Stadtbaumeisters
Se rafin Pümp el von Feldkirch durch Baumeister Jakob Krausha ar
von Bregenz unter der Bauleitung des B aumeist ers Amann von
Bregenz ausgeführt und das neuerbaut e Schulhaus am 12. September
1897 seinem Zwecke feierlich übergeben.

Im bishe rigen Pfar r- und Schulhause wurde soda nn aus den
beiden Unterrichtslokalitäten für den Pfarrer ein geräumiges Studierzimmer
 hergestellt und der übrige Teil zu sei ner und seiner Familie
W ohnung bestimmt.

Als weite re Lehrkräfte wir kten an uns erer Schule Frau Leontine
Schneeberger, welche 23 Jahre hindurch den Mädchenhandarbeits­Unterricht
 erteilte, deren Nachfol gerin im Herbst 1908 Fräulein Grete
Kittelberger geworden ist; Fräulein Helene Payr aus Innsbruck,
welche zur Abhaltung eines zweijährigen Praktizierkurses zugelassen,
am 3. September 1902 eingeführt wu rde; ferner Fräulein F rieda
Krca l, Lehrerin der französischen Sprache. Dieser folgte in demselbe
 n Fach von 1908—1909 Fräulein Eveli ne Ivancich aus Bregenz
und gegenwärtig erte ilt seit September 1909 Fräulein Else Dennig
noch französischen Privatunterricht in unserer Schule.

Am 4. März 1904 unterbreitete Herr Schulleiter Schneeberger
dem Presbyterium den Antrag, dass wegen der steigenden Schüler ­
zahl eine dritte Lehrk raft angestel lt werde n möge. Das Presbyterium
fasste in sei ner Sitzung vom 24 Mai 1904 den Beschluss, die dritte
Lehrstelle e instweilen nur als eine provisorische einzuführen, welche
der bisher verwendeten Hilfslehre rin Fräulein He lene Payr übertragen
 wurde. Beh ufs Verehelichung ve rliess d ieselbe aber Bregenz
schon am 21. Februar 1906. Es war nicht lei cht, mitte n im Schu ljahr
 Ersat z zu finden. Durch die Freundlichkeit des Herrn Re ktors
Bussinger aus Basel ist es je doch gelungen, in Frl. Friederike Müller
aus Basel bis zum Ende des Schuljahres eine Aushilfe zu gewinnen. 27
            
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