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Full text: Urkunden zur Agrargeschichte Vorarlbergs

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och zuverlesen zelassen. Darzu begeren sy biderl eül och inzestelle n und zu­ 
verhören und uff Gurpff zefaren begeren fy nitt, haben och zum sel ben 
khain ansprach mtt und sazten es och zu rechtlicher erkhandtnuß, ob die­ 
se lben nit billich verhörtt wurden. 
Dara uss ward uff inen baidertaill rechtfaz und main des richters umb­ 
frag mit ainhelliger nrtl zu recht erkh ennt und gesprochen, welch er taill 
leüt oder brieff inzelegen hab, Waß tngenlich zuverhören ist, die sollen es 
inlegen und verhö rt wer den und soll dann füro beschechen Waß recht sein 
würt t. Erstlichen ward anse ngkhlich die alten alpbrieff umb die alp For­ 
manin und maye nsäß Mastrynen verhört und verlesen, darnac h die sechs 
k hosfbriesf so hier innen von wortt zu wortt nit inseriertt und on von 
notiert. Und darnach ward die lhnndtschasft verhörtt. Hanns Schallner 
von Thallaß hat khnndtschasst geben und ges agt, wie das der Berchtoldt 
Purtscher seliger ain liegen an dem büc hel zu Vorderst in Mastrynen Über 
das... belt g ehabt nac hdem sel ben haben die alpgnossen von Ludesch zu hin­ 
derst in Mastrynen ain liegen gebührt, ob aber vo rhin och aine da gew esen 
sy oder Niti, mag er nit wissen, n acher hab er zeug bei des Berchtoldt 
Burts chers seligen leister haussrowen Kathrina Lemserin des Vichs gehüet- 
tet, seye er ab dem Hew berg gen Mastrynen in die schneeslnchi gesaren, 
daran habe ime niem andt khain intrag noch irrun g geihon und in Gurp fs 
seye er och ettlich tag gesaren, hab ime niemandt nuz gewertt und damti 
sein sag bes chlossen . 
Darauss l iessen die clege re weittere r eden, sy vermainen es habe sy 
durch ire alie alpbrief laut er und haitter gnugsam befund en, das nun das 
ain und allt Hauß hinder Gandt gerechtigkait habe in Formanin und in 
Mastrynen und habe der Hewberg khain schneeflucht in Mas trynen. Deß­ 
gleichen haben sy och khain recht und gerechtigkait in Gurpf f. Verhoffen 
jezt zu gott und allen billichen rechte n, sy sol len inen umb das unbillich 
überfaren und den schaden, so sy inen zugefüegt, ain abtrag nach aines 
ersamen richters und g erichts erkhandtnuß schuldig sein zu thun, d eßgleichen 
och ain abtrag aller Lös ten und schaden, so inen bißher gangen oder noch 
ansferloffen möcht e und wellens hiemit im namen Gottes aller s achen 
ha lber zu richter lic her erkhandtnuß gesazt hab en. 
Hinwider liess en die anttwnr t ere och weitter reden, es habe sych durch 
ire allte koffbri efs und sonderlich durch den jüngsten koffbrieff, der ob 
sünffzig jaren alt ist, klarlich gnug befund en, das zwayen Hau sern hinde r 
Gandt der halb mayensäß Mastrynen zugehöre, denselben zen uzen und 
zepruc hen biß sant Johan nstag zu sonnwenden, acht tag vor oder nach, 
und den ganzen somer mit zway en haymküen und allen iren kelbern nach 
irer notturf ft. Deßgleichen so hab es sich durch die khnndtschasst besunden, 
das iren stieffmu tter seliger ab dem Hewberg in Mastrynen zur schnee­ 
fl ucht und ettlich tag in Gurpff gesare n ungesumpt, ungeirti der allpgnossen 
und m enigelichs und vermainen, jezt inen bey irer clag nüz weder schu ldig schu ldig
	        
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