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Full text: Urkunden zur Agrargeschichte Vorarlbergs

195 
91. 
1586 November 3. 
(£vSteifung. 
Wir nachbenen nt ten Leuttin Meüsburger zu Annd el spuch diser zeitt 
landaman im hindern Bregen z erwald gemainer obm an, Hannß Velder 
zu B ützow, Berttelin Wilburger zu Bätznow und Caspar Feürstain land­ 
schreiber bekhennend offenli ch und thund khund aller menigclich mit dem 
brieff als von sell icher schigung und sondersachsung wegen zwüsc hend den 
erber n leütten Connrathen Muchs el und Hanns en Ablin als bögt der kind 
so Vallintin Berwig bey Cristina Feü rsta inin fetti gen gehept hat an ainem 
und dann Vättinthein B erwig als der kind Vatte r am a ndern t haill, allso 
hab end uns beed th aill gebetten zu iren sach zerede n und sie güettlich von 
ain an dern zeschigen. Das haben wir angesechen iren zimlich und fleissig 
Pitt und habend inen tag für uns zek homen bestimbt. Daselbs habe nd wir 
beedthaill gnugsamlich und nach notturfft gegen ain andern verhörtt, dar­ 
auff sie uns der sach verthrawt und ganz von Hand gegeben, wie wir ain 
schrgung zwüschend men sprech end und erkhennend darbey wellend sie endt- 
lich bele iben, habend das zu Haltt en gelopt und verbürget. Demnach hab end 
wir sie in nachberüertter maß endt s chaiden. Zum er sten ist gesprochen, das 
der Vatt er solli nemen ain betth mit zudeckhi nach dem lantzb ruch. Jttem 
Hauß und Hoffstatt zu Büt zow drey thritt für die andr off wo es iren ist solle 
des Vatte rs fein lebenlang fein und nach sein em todt soll es halb der kind 
fein. Im anderen halben tha ill soll ain sein er ehelich kind erben als 
ein ander nach lantzrecht. Jttem der Vatt er soll zu ainem vortel nemen 
anderhalben fueß zu Büt zow uff dem Veld in den besten güettern usser halb 
den H ofstet ten. Item die fared hab und der haußblunder soll jedes thails 
halb fein. Dann solli nd alle gele gne güetter auch allpp und forsechs und 
alle how sin ter und die götz zu Hinderegg auch gültt und Wider gültt des­ 
gleichen anch das leibd ing bey Hannsen Hamerlin, das alles soll die zwen 
thai ll der kind sein und der drittal des Vatters. Jttem nach dem dem Vatter 
sein er erber alle gefallen sind und die kind iren ene nach zeerben habend 
am selbigen ortt, sollin d die kind die viertaill erben und der Vat ter den 
fünf rten thaill. Jttem der Vatter soll das jüngst mai ttlin hon bis zw elsf 
iar altt ist und den jüng sten knaben bis er Vierzechen jar altt ist und soll 
leib und guett in eren hon. Wo ers nit detti, wogendts vögt mid freünd t 
über feinen cost en versechen wann sie ledig sind soll er sie erberlich an 
legen das ainem biderman dien en können. Und des zn warem urkhund so 
geb end wir inen disen brieff versiglett mit meine s obgedachten obmans 
und landamans anhangetem insigel, das ich us Pitt der fpruchleütt und 
mein selbs wege n, mir und meinen erben inalbig ohne schaden, offenlich 13*
	        
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