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Full text: Urkunden zur Agrargeschichte Vorarlbergs

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Zum v ierthen ist auch bes chlossen und angenomen, daß ain jeglicher 
alpgnoß ainer stuechen mit ainem füllin, so er die selbig e zue f oment an- 
genornen, drey k uewaid, so aber ainer am aigne stuethe n Hele, derselben 
mit sambt dem fülyn nur zwo küewaiden geben solle. 
Item am und zum fünfften, so solle man am srüeli ng mit den rin­ 
dern und schaffen nit weiter hinan ff fah ren alß biß auf die Stüz, wo 
die moisten stain sein d, bis das man schne und weters halber in die höche 
fahr en kan und an der andern feiten soll man mit den rindern oder schaff en 
nit weiter hinauff fahr en alß Weith die schr offen zum uegsteu am bach von 
Stüzen hinübe r gohndt, doch sol man mit den sc haffen von schne wegen 
auß der höche Wider in das Zürschtal fahr en aber mit de rindern mag 
man dem schne nach nothdurfft weichen. 
So dan zum sechsten ist auch gemacht, daß die alp maifter zu den 
r indern, kelbern und roßen ainen Hirten dingen und umb salz secheu solle n, 
damit daß die hab versorge t seye und sol ain jeder alpgnoß die rinder, 
kelb er und roß alle für den Hirten schlachen, doch au ßgen ommen so ainer 
ainen jungen Hoden stier bey seiner melkhigen hab geren haben Wole, daß 
dem selb igen zuegelassen sein sol le, sowol auch ain brauch roß mag ainer 
nach seiner gelegenhait und nothurfft auch auf Zürs ch haben jedoch aineß 
andern hew güet hern bey tag und nächtlicher weil vor schaden. Eß soll 
auch keiner kein Hoden stier ohne costen bey den rindern haben außg e­ 
nommen die alpmaift er, die zwen ohngehailt stier wol ohn costen dabey 
haben mög en. 
Fürs sibende Wan die alpmaifter für gueth halten und ansechen in 
das Zürschtal zue fahren, so sol man ihnen volgen eß sey g leich in daß 
Zü rschtal oder auff daß Leger zue somer und herbst Zeiten. 
Zum achtenden solle die alpre chnu ng jährlichen auff saut Johanns 
tag mi somer angel egt und gehalten werden. 
Item und zum ueüudteu ist geordueth und gesezt worden, welicher 
alpgnoß über zwen tag etwaß überschliege, eß Were gleich wenig oder vil, 
der sol von ainer kue vich anderhalben gulden zu geben schuldig sein, doch 
welicher mehr dan zwey oder drey küe vich überschliege, den s elben sol 
man macht haben zue pfenden und der Überschlag auff die kuewaideu, da­ 
mit ainem bescheche wie dem and ern, gle ich außgethailt werden. 
Zum zechenden sollen alle zwey jähr mit der mehreren Handt zwen 
soltner über das pfenden g esezt werde n, dieselben solle n gueth acht haben 
wo etwan vich zue schaden gienge, daß sey das selb psenden und ab dem 
schad en wenden auch keinem alpgnossen mit psenden versch onen sondern 
ainen halten wie den andern, Waß sey auch mit pfenden erhalten, daß solle 
ihr der soltnern aigen sein und sey dabey nach au ßweisßun g deß pfandt - 
briefs gehandhabt und beschützt werden. 
Zum ailfften und beschluß haben die holzgnosse n , so zeil und ge­ 
main in Zürscher alprecht haben, hierin auch mit ain ande rn gemacht 14*
	        
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