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ihnen allain zue s chwer wehre, mögen sye ain, zwen oder drey zue ihnen
zreh en, die sollen ihnen auch Hilss- und beystandig sein und was sie also
berathschlagen, zuethuen und unß dasselbig verkhünden und dann einer
oder mehr under unß ihnen nit gehorsam b wehr en und nit erschinen tetten
alß wier schuldig sein dt und wie a ndere gemamder thu endt, den oder die
sel ben sollen und mügen sie straffen nach ihrem guet gedunckhen und nach
ge stalt der fachen, doch nit wenige r als einen umb zechen schilling pfening.
Do auch etwas für sie le, das sie mit unser g emamen alppgenoßen rath
handlen und berathschlagen wollen wenn sie unß dann den tag der zu-
sammenkunfft sezen und benenn en sollen und wollen wir all gehor samb
sein erscheinen und unsern gemainen nuzen helfsen be rathschlag en, welcher
aber ohne ehehaffte ursach außbleiben und nit gehors amb erscheinen würde,
den sollen sie straffen umb ein Pfundt pf eningi Die alpmeister sollen auch
schuldig sein all pfandgelt, straffen und buoss en in ihrem jähr verfallen
einzuez iehen und einzuetreiben und zue jarumb so wir andere alpmaister
sezen, unß ingemain darumben erbare raitung und bezalung zue thuen
ohn alles eintragen oder widerspreche.
Schließlich und zum vierzechenden so offt wier von unsers gemainen
nuz und notturfft wegen der alpp zu esammen khommen , gemaindt halten
und berathschlagen, so solle allwegen der weniger dem mehrern theil nach
so lgen und was das mehre rt heil will, daß soll daß weniger auch wöllen,
damit khein z witracht under unß einreisse und unser gemainer nuz dar
durch verhindert werde.
Alles bey wahren guet en threwen und ohne alle ahrg list oder böße
g everde. Und aber zue mehrer und beßerer siche rheit willens damit solches
alles durch unß auch unser e erben und nachshomen wahr, vest, steth und
unze rbroch en gehalten werde, so haben wier vorbenendte gemainder und
alppgenoßen all gemainlich mit vleiß und ernst underdienstl. gepeten und
erpeten den wol edlen gestrengen Herren Johann Ruedolphen von der
H alden, zue Haldenegg, deß lobl. gottshauß Weingarten rath und landt
vogt der herrschafft Bluemenegg , daß er fein aigen msigel (jedoc h ime Her
ren, sein en erben und insigel ohne schaden) zue gezeu gnus und becreffti-
gung aller hievor ge fchribn er din gen für unß alle unßere erben und nach
khommen offenlich hat henckhen lasse n an dies en brieff, der unß allen hin
der gemainen throws Hand im behalt ligen und warthen und auch zue
unsre r nottu rfft Herfür gegeben werden soll. So geben und beschechen zue
Bluemenegg den siben und zwainzigisten tag Monats May nach der ge-
burth u nsers ainigen erlösers und seeligmachers Jesu Christy gezä tt ain
tausendt sechshundert und in dem sechzigisten jähr.
Orig. Perg. Urk. im Vorarlberger Land esarchi v. Siegel fehlt.