Skip to main content

Full text: Urkunden zur Agrargeschichte Vorarlbergs

244 
ihnen allain zue s chwer wehre, mögen sye ain, zwen oder drey zue ihnen 
zreh en, die sollen ihnen auch Hilss- und beystandig sein und was sie also 
berathschlagen, zuethuen und unß dasselbig verkhünden und dann einer 
oder mehr under unß ihnen nit gehorsam b wehr en und nit erschinen tetten 
alß wier schuldig sein dt und wie a ndere gemamder thu endt, den oder die­ 
sel ben sollen und mügen sie straffen nach ihrem guet gedunckhen und nach 
ge stalt der fachen, doch nit wenige r als einen umb zechen schilling pfening. 
Do auch etwas für sie le, das sie mit unser g emamen alppgenoßen rath 
handlen und berathschlagen wollen wenn sie unß dann den tag der zu- 
sammenkunfft sezen und benenn en sollen und wollen wir all gehor samb 
sein erscheinen und unsern gemainen nuzen helfsen be rathschlag en, welcher 
aber ohne ehehaffte ursach außbleiben und nit gehors amb erscheinen würde, 
den sollen sie straffen umb ein Pfundt pf eningi Die alpmeister sollen auch 
schuldig sein all pfandgelt, straffen und buoss en in ihrem jähr verfallen 
einzuez iehen und einzuetreiben und zue jarumb so wir andere alpmaister 
sezen, unß ingemain darumben erbare raitung und bezalung zue thuen 
ohn alles eintragen oder widerspreche. 
Schließlich und zum vierzechenden so offt wier von unsers gemainen 
nuz und notturfft wegen der alpp zu esammen khommen , gemaindt halten 
und berathschlagen, so solle allwegen der weniger dem mehrern theil nach­ 
so lgen und was das mehre rt heil will, daß soll daß weniger auch wöllen, 
damit khein z witracht under unß einreisse und unser gemainer nuz dar­ 
durch verhindert werde. 
Alles bey wahren guet en threwen und ohne alle ahrg list oder böße 
g everde. Und aber zue mehrer und beßerer siche rheit willens damit solches 
alles durch unß auch unser e erben und nachshomen wahr, vest, steth und 
unze rbroch en gehalten werde, so haben wier vorbenendte gemainder und 
alppgenoßen all gemainlich mit vleiß und ernst underdienstl. gepeten und 
erpeten den wol edlen gestrengen Herren Johann Ruedolphen von der 
H alden, zue Haldenegg, deß lobl. gottshauß Weingarten rath und landt­ 
vogt der herrschafft Bluemenegg , daß er fein aigen msigel (jedoc h ime Her­ 
ren, sein en erben und insigel ohne schaden) zue gezeu gnus und becreffti- 
gung aller hievor ge fchribn er din gen für unß alle unßere erben und nach­ 
khommen offenlich hat henckhen lasse n an dies en brieff, der unß allen hin­ 
der gemainen throws Hand im behalt ligen und warthen und auch zue 
unsre r nottu rfft Herfür gegeben werden soll. So geben und beschechen zue 
Bluemenegg den siben und zwainzigisten tag Monats May nach der ge- 
burth u nsers ainigen erlösers und seeligmachers Jesu Christy gezä tt ain 
tausendt sechshundert und in dem sechzigisten jähr. 
Orig. Perg. Urk. im Vorarlberger Land esarchi v. Siegel fehlt.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.