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Full text: Urkunden zur Agrargeschichte Vorarlbergs

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und der alp schädlichen fortheil zu haben vermeinte und würklich auch 
hete oder aber mit anderem gar zu Vilem geringerem vih mit zu vorigen 
gringen weid die alp ferner widerumb zum verderben brin gen thäte, so 
würd dan übermahl einhe llig besch lossen und unverbrüchlich zu ha lten ge­ 
macht, auf folgende weis auszuschlagen und zu besezen, als nemlich und 
erstUch weid zu geben einem pferdt zwey weiden welch e decht anderer 
alpen und anl iegenden wi ssen tag und nacht in alweg ohne schaden und 
plag sol len gehiet et w erden oder würklich ab geschafft seyn. Item einer kue 
ein weid und ein teil deren sex ein weid ausmachen , zu deme einem zeit 
rind ein weid, das ist 6 teil widerumben dreyen jung en rind er zwey 
weiden trifft einem 4 teil der weid zwey kälberl ein weid tr ifft, einem kalb 
3 weid teil, sex alten geißnösseren ein weid, die kiz sollen ohne zugethonne 
weid nach belieb en nit mit inen den näss en, sonderen in der alp grasen, 
andere hab was immer vor eine es seyn mag, sie seien in gegenwärtigen 
buchs art iklen oder deren nit Meldung geschehen Verbolten, so sie nit zue 
erlaubnus wie in disem artikel gesc hehen benambset, ist an Salober zu 
neren und auszuschlagen Verbolten und a bges chafst und diese s bey straff 
der allerh öch sten aus vorgesezten artikl en. 
Dreyzehentens ist also austruckentlich gedingt und beschl ossen worden, 
das wel che etwan ein zwey oder drey w eiden mehr oder weniger ohnbesezt 
haben müest , das er nit genuegsam vich d arauf zu schlagen hete, sie seien 
aigen oder gedingte, der sol weder macht noch ge walt haben, selbige im 
nach jähr zu besezen, es sey dan das im in dem Vorjahr etwas abgegan gen 
oder durch ein unfahl in der alpe gebliben, selbiger mag im nachjahr nach 
Portion widerumb besez en. 
Vierzechentenß wird allen und jedem alpgenossen schä rft ausgetragen, 
so ferren einer oder der andere wegen anjezt und solicher minderer be­ 
saz ung zu wenig weid haben, seinen küen so er gewintert und sich zeitlich 
bey denen übrigen alpgenossen anmelden und sollen jene, die übrige weid 
haben ihme eigen en inhaber umb einen gleichen Preiß oder bezahl ung vor 
einem främbden zukommen lassen, damit er wie andere ihme ohne gr ossen 
schaden möge besezen und sein en nuzen ferrer wie zu vor schaffen könne 
und möge, so aber einer etwan ein sues oder ein gei ß rechtin zu wenig hete, 
das er seine küe oder geiß nit kön nte aussc hla gen und so nsten kein weid 
mehr bekommen, der sol der alp das darvor gebürliche weid geld erlegen 
und macht haben, die küe oder geiß auszuschlagen doch mit zuvor gethoner 
anmeldung bey denen ordentli c hen gesezten alpmeisteren, damit er nit ein 
doptet weid geld und die straff darneben als ein frefentlicher Überschläger 
erlegen müsse und diß bey straft ein Pfund pfening. 
F ünff zechentenß ist gemacht worden, daß Wan einer oder der ande re 
thieen, stahl oder ein sc herm oder dergleic hen bauen w olte, soll er sich 
ohne erlaubnu s eines ieden alpgeno ssen ganz und gar nit unterstehen in
	        
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