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Full text : Die Stadt-Pfarrkirche zum heiligen Nikolaus in Feldkirch einst und jetzt

100 10. Die Restaurierung der Pfarrk i rche in den 1870-er Jahren.

zurückzubringen. Hier wurde dann durch den Konse krator eine Po ntifikalmesse und
von anderen Priestern auf den neu konfekrierten Altären je eine hei lige Messe
gelesen.

Zunächst wurden nun alle Altäre mit Ausnahme des von Pfarrer
 Häus le in der Marienkapelle neu erst ellten gotischen Altares entfernt;
 der unter demselben Pfarrer errichtete geschmacklose Hocha ltar
kam, wie erwähnt, nach Lustenau. Jetzt wurden umfassende ba uliche
Umänderungen vorg enomm en. Eine Hauptsorge des Bauherrn ging
auf eine dem vorhandenen Stile an gepat zte, also sti lgerechte Er neiterung
 der Kirche. Und dieser Gedanke der Still-Einheit und -Reinh eit
ist sowohl in der baulichen Umgestaltung als auch in der Jnnen-A usstattung,
 besonders hi nsic htlich der Altäre, in einer solch konsequenten
 Weise zur Durchführung gekommen, daß mit Ausnahme der Süu°
lenarchitektur des Cho res und des Rokoko-Beichtstuhles in der Taufkapelle
 alles ander e dem got ischen Stile angepatzt ersc heint. Ein weiteres
 Augen merk wurde auf eine besser e Belichtung der Kirche gerichtet.
 Die zwei kürzeren sc hmalen Fenst er im Hauptsc hiff, von denen das
eine zudem noch seitwärt s über dem vorder en Portale stand, tarnen
weg und dafür wurden zwei mäc htige Rosetten direkt über den nun
etwas verlegten und in gleich e Grütze gebrachten Portalen ein geset zt.
Diese Rosett en oder Radfenster, in gewaltigen Dimensionen ausg eführt,
 lass en das Tag eslicht ausgiebigst in das Innere he reinfluten .
Reiches geomet rische s Matzwerk und stimmungsvoll wir kende Glasmal
 erei bel eben die grotzen Kreisflächen. Im vorderen Rundfen
 ster erblicken wir im Zent rum ein hü bsch ausgeführtes Glasgemälde
 der in der Pfarrkirche von jeher viel ve rehrten hl. Agatha;
es bed eutet wirklich eine vorzüg l iche arch itekt onisc he Leistung, in
der Mitte des Matzwerkes ein so grotzes Rundbild anz ubrin?
gen. Baum eister Pümpel hat die Pläne und Ze ichn ungen für die
schönen Matzwerke an Rosett en und Lang fenstern entworfen; er legte
Gewicht darauf, nach dem Vorgang der mittelalterlichen Baumeister
unter Berücks ichtigung der vorhandenen Dekorationsmotive möglichste
Abwechslung in der Ornamentierung zu schaffen; diesen Reichtum und
leb ensvol len Wechsel der Zierate, geometrischen Figure n etc. können
wir auch an den Füllungen der eichenen Kirchentüren sowie an den
Dock en der Kirchenstühle beobachten.

An der Nordseite, und zwar am rückwärt ig en Teile des Hauptschiffes,
 wurden ebenfall s zwei mächtige buntverglaste Rosetten herausgebrochen,
 um den auf dem Or gelchor mitwirkenden Musikern eine
günstigere Beleuchtung zu er möglichen. —

Die zwei Portale, die mit eisernen verzinnten Schu brie geln
versehen wur den, erhielten nun noch je einen im posant wirkenden
Vorbau aus Sandstein mit schön or namen tiertem Ober li chtbogen .
Diese steinernen Vorhallen wurde n nach Pümpels Plä nen von
Steinmetz Fidel Krön er in Levis um den Preis von etwa 16000 fl
in gelungener Weife ausgeführt und verl eihen der sonst architektonisch architektonisch
            
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