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bunden wurde , und durch die Eiirführung der österreichischen
Dampfschiffahrt auf dem Bodensee. Seither kommen jährlich auch
Tausende von Fremde n zum Zwecke der Erh olung in unser Land
und vermehren den Wohlstand seiner Bewohner. Selbst abgelegene
Seitentäler erhielten in jüngerer Zeit bequeme Zufahrtsstraßen,
die für die Bewohner den Verkehr erleichtern und unse re durch
landschaftliche Schönheiten ausgezeichn et en Ge birgsg egend en den
Reisenden besser zug änglich mac hen.
Im Zusammenhänge mit dein allem steht der völl ige Um
schwung, der in den letzten Jah rzehnten auf dem Gebie te der
Le bensführu ng bei uns eingetreten ist Die Be dürf nisse haben
sich um vieles vermehrt, und die alte Einfachheit ist fast überall
vers chwun den. Der große Aufwand und die stetig sich erhöhenden
Waren preise und Arbeitslöhne üben aber auf die Landwirtschaft
einen Ung ünstige n Einfluß aus. Hier muß auch noch hingewiesen
werden auf die un kluge Abholzung mancher Wa ldbes tande in
früheren Jah ren die nicht nur auf das Kliina nac hteilig einwirkte,
sond ern auch zu Ueberschwemmungen nnd Muhrbrüchen Anlaß gab.
Vorarlberg hat in jüngerer Zeit eine ne nnens werte Be
völkerungszunahme zu verzeichnen; die neueste Zählun g (1900)
ergab 13 0.000 Einwohner gegen 116.000 im Jahre 1890 und
107.000 im Jahre 1880. Die Aussicht auf leichten Erwerb lockte
viele fre mde Arbeiter an die fast ausschließlich den Industrie
orten zuströmten, deren Einwohnerzahl dad urch rasch stie g. Dem
gegenüber geht die Bevölkerungsziffer in vielen Berggemeindcn
langsam zurück.
Wä hrend des 19. Jahrhunderts wurd en die Schule n erheblich
vermehrt und den Bedürfnissen gemäß umge staltet. In Bezug
auf allgemeine Volksbildung'steht Vorarlberg im Vergleiche init
den and eren österreichischen Kr on ländern in erster Reihe. Viele
Söhne des Landes widmet en sich den höhe ren Studie n und er
warbe n sich teils in hohen kirchli c hen, teils in weltlichen Stellunge n
als Gelehrt e, Künstl er oder tüc htige Fachleute Ruhm und Ansehen.