Industriezweig über den Nor den des Londes uud bell Bregenzer
wald; bes ondern Antheil nahmen von jeher die Rhc i ngemeiuden
Lustenau und Höc hst.
Wie bei der Handweberei, so vermitt elten auch hier die Ferker
den Verkehr zwischen Unternehmern und Arbeitern, während aber
mit dem Eingehen der Han dwebe rci die Fe rker für diesen Zweig
überflüssig wurde n, entwick elte sich deren Thät igkeit int Stickerei
fache immer mehr und seit la nger Zeit schon gilt die „Stück
ferkerei" als ein besteuertes Gewerbe.
Bis zum Jahre 1830 wu rden hauptsächlich Kleiderstoffe ge
stickt, von da an verlegte man sich mehr auf die Femstickerei,
welche jedo ch seit Einführung der Feinstic kmaschinen fast gänzlich
in fab riksm äßigen Betrieb übergegangeu ist.
Die Handstickerei galt ursprünglich ausschließlich als Frauen
arbeit, später be sc häftigten sich anch Män ner damit, namentlich in
jenen Gegenden, wo sol che zur Sommerzeit des Erwerbes wegen
außer Landes gehen nnd denen daher die Stickerei im Winter
einen willkommenen Verdienst bot.
Seit dct Aufstellung der Maschinen ist die Arbeit getheilt;
die Maschine wird von Männern bed ient, während das <5mf(ibfftt
Sache der Frauen ist.
Die Handstickerei muss infolge allzu ger inger Entlohnung all
mählich aufhör en; dafür hat in den letzter en Jahren in einigen
Gemeinden des „Waldes" die Seidenweberei als Handarbeit
Ein gang gefunden. .
Truck von N. Melazh in Bre genz.