wurde die mehrmals unternommene Gewi nnung mineralischer
Kohle im Pfä nder stocke wegen zu geringen Erträgnisses wied er
aufgelassen. Zu erwähnen ist nur die sehr bedeutende Torfgewin
nung im Rheinthal mit einem durchschnittlichen Jahresergebnis von
30 '000 ft., die Wetzsteinerzeugung im Schwarzachtobel, so wie die
Gipsg ewinnu ng und Kalkerzeugung an mehreren Orten , namentlich
um Hohenems.
Bezüglich der Pr oducte des Pflanzenreiches und der davon
abhängigen Lan dwirtsch aft muss unterschieden we rden zwischen Eben
und Geb irgsla nd; die Rheinebene und der innere Walgau
eignen sich zu Acker - *) und Weinbau, wä hrend das Gebirgs
land neben den gro ßen Waldbe s tänden ausgedehnte Weiden
besitzt , welche die Viehzucht begünstigen.
*) Da bei der geringe n Ausde hnullg des Acker boden s dess en Er trägnis
den Bedarf des Landes weitaus nicht d eckt, so muss der größte Theil des
nothwendigen Getreid es (oder Meh les) eingeführt werden. Frü her wurde das
meiste aus Schwaben, jetzt wird es vorwiege nd aus Ungarn bezogen.
Das Ackerland liefer t: Weize n (Spelz), Roggen, Gers te, Hafer , Mais,
— Kartoffel, Rüb en, Kr aut, — Klee — Flac hs, Hans, Cichori e.
Die Benützung des Bode ns ist aus nachs tehen den Angaben er
sichtlich :
Es entfallen in Vorarlberg in der öst err. Reichs
auf: Ackerland............................. 3 35
Wiesen und Streuwiesen. 18 ................................ 10
Alpenweiden..................... 35 ............................... 5
Hutweiden ......................... 5... ............................. 9
Gärten............................... 0.4.............................. 1
Weinland......................... 0.J............................... 1
__________ Wald................................. 26 ............................... 33
Zusammen prodoc tiver Boden........... 88 ............................... 94
unproductiver Boden.... 12 ............................... 6
Wie schon erw ähnt und aus der obigen Tabelle auch ersichtlich,
eignet sich das Land besonders zur Viehzucht, diese — namentl ich
die Rindviehzucht — bi ldet auch die wich tigste Erwerbsquelle der
Gebirgsbewohner.
Die Zahl der Hausthier e war bei der letzten Volkszählung folgende:
Rindvieh......................... 61000 Zieg en . . . . . . 12100
Pferde............................... 2700 Schweine................................ 9700
Schafe.................................. 12300 Bienenstöcke.......................... 6000