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Full text: Kleine Landeskunde von Vorarlberg

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— wie er sel bst sagt — hat er viel gedichtet und wohl sicher­ 
lich auch auf feil ten Reisen zwischen Vorarlberg und Steyermark. 
Welch ' ein schönes, aber auch selt enes Bild in jener verd orben en, 
gen usss üchtig en, nur nach Geld und Gut jagenden Zeit! 
Die Vor züge seiner Dichtungen sind ganz bedeutende; erstlich 
ist die Wahrheit der in denselben niedergelegten Empfindungen 
hervorznheben, beim was er gedichtet, hat er erl ebt; weiters zei­ 
gen Hugo' s Gedic hte einen offenen Sinn für die Natur, lebendige 
Bi ldlich keit und wohlthuende Innigkeit, mit der er das Leben 
erfasste. Nacht heilig für seine Dichtungen war es, dass er sie 
sogleich aufschrieb oder durch s einen treuen Diene r Burkhard 
Mangold von Bregenz auf schr eiben ließ, ohne ihnen die noth­ 
wendige Feilnn g ange deihen zu lassen. Er weiß es selbst und 
entschuldigt sich damit, dass er ,1gross Sachen ze sch affen“ 
geh abt, was wir ja auch gesehen haben. 
Wir schließen das Lebensbild Hugo's mit den Worten 
s eines Biographen: Tiefernste Religiosität und ritterliche Gesinn ung 
waren die Grundzüg e von Hugo's Charakter. 
ฐ)er Mergb arr im Sitber thä te. 
In der schönst en Thalweitung der obern III liegt das statt ­ 
lich gebaute Schr uns, seit geraum er Zeit der Hauptort des 
Montavon. Von hier zieht sich nach Osten das enge, rauhe 
Silberthal, das seinen Namen davon hat, weil an seinen 
nördlichen Gehä ngen eh mals nicht unansehnlicher Bergbau auf 
Silbe r und Eisen getrieben wurde. Die erste urkuudliche Er wäh­ 
nung des Bergbaues finden wir schon im 10. Jahrhundert; aus 
derselbe n erfahren wir, dass am (Inner-)Bartholomäberg 
Eisenbau getrie ben wurde und hiefür 8 Schm elzöf en bestanden. 
Als unter Erzherzog Sigism und i. I. 1448 das Silber­ 
ber gwerk bei Schwa z in Tirol eröffnet wurd e, erwachte in ganz 
Tirol und in Vorarlberg ein neuer, reger Eifer nach Erzen zu 
such en und wir erfahren, dass int 14. Jah rh, auf dem Christ­ 
berge, dessen Südabhang das nördliche Gelände des Silber- 
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