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Schlag 5 Uhr war der schwedischen Mannschaft die Pli inde-
rnng gestattet.
Welch ein furchtbar trauriges Bild am Abende des 4. Jänner
1647 Bregen z ge boten, welch namenloses Elend in den Maner n der
Stadt geherrscht haben mag, wollen wir nns liebe r nicht ausmalen!
Das Schloss Hohenbregenz übergab Obe rst Aescher
ohne Schwertstreich noch am Abend dieses Unglückstages; die Be
festig unge n des Schlosses wur den am 8. — die des Klanspasses
am 9. März Dott den Schweden gesprengt.
Der leicht e Sieg brach te den Schweden eine ungeheuer e
Beute, denn auf die verm ei ntliche Stärke dies es Pl atzes bauend,
hatt en viele Ad elige Schwa bens ihre Kostbarkeiten und Reichthümer
hieher geflüchtet und alles — man schätzt den Wert ans 4 Mil
lione n Guld en — fiel in die Hände der Sieger . Auf 500 Wagen
führten sie die Beute weg nach Norden.
Man fürch tete nun nichts anderes, als dass die Schweden
das ganze Land überschwemmen würde n; doch es kam anders.
Wrangel unterhandelte mit den Ständen des Landes über eine
Brandschatzung, die auf 18 Guld en per Haus festge s etzt wurd e;
hierauf besetzten die Sc hweden das Schloss Neuburg uud die
Scha ttenburg, eine Abtheilung kam bis zum Klost er St. Peter
bei Bl udenz; nur der Vorderwald, welcher fr üher an der
Abwehr der Feinde größ eren Antheil genommen hatte und nehme n
musste, sollte noch die Ge ißel des Krieges in härtester Weise fühlen.
Die Hetöenmüthrge n Wvegenzev-
roätöerümert.
(1647.)
Nach der Einnahme der Stadt Bregenz wurden vom
schwedischen General Wrangel zwei Compagnien Rei terei nach
dem Ge richte Lingenau im vordem Bregenzerw alde ill’s Quar
tier beordnet , damit — wie es in dem vom Wrangel unterschrie
benen Befehle hieß — „sie sich des Geri chtes Li ngen au
best ens gebrauchen und den Nutzen theilen soll en".