Skip to main content

Full text: Kleine Landeskunde von Vorarlberg

54 
^Torcxrüßerg irrt öft erx' c’tdnsdk’tt 
Gr öfotgekr i ege. 
- (1744.) 
Die Franzose» vor Lrezenz. Als Maria Theresia, glor­ 
re ichen Angedenkens, nach dem Tode ihres Vater s Karl VI. 
die Regierung Österr e ichs übernahm, wollten eine ganze Reihe 
europäi scher Mächte die — wie ihnen schien— günstige Gele g enheit 
ergreifen, um den österreichischen Staat zu zertrümmern. 
Karl VI. die Gefa hren voraussehend, welche dem Sta ate 
erwachsen würden, wenn au seine r Spi tze eine Frau stünde, hatte 
schon 1713 ein Erbfo lge gesetz, die sog. pragmatische Sanction er­ 
lassen, wona ch auch die weibliche Linie des habsburgischen Ge­ 
schlechtes zur Thronfolge berechtigt wurde und hatte ge sorgt, dass alle 
Hauptmächt e Europas die pragmatische Sanction anerkannten, was 
aber ebe nsowe nig den preußi s chen König Friedrich II. hinderte, 
in Schlesien cinzu f allen, als Fran krei ch, gera dezu aus eine 
Thei lung der österreichischen Länder hinzuarbeiten. An Frankreich 
schloss sich น. st. stuch Bayern an. 
Der gefährlichste Feind war Preußen; die Ereignisse des 
Kr ieges mit diesem Staa te zn erzählen, ist nicht Aufgabe die ser 
Bl ätter. Hier haben wir es mit den Vers uchen Frankre ic hs 
zu thun, Vorarlberg zu erober n. 
Zwar war ein fra nzösisches Heer am Main von den mit 
Oesterreich verb ündete n Engländern ges chlagen und zum Rückzüge 
gedrängt worden, als aber Maria Theresia zu dem zweiten 
Kr iege mit Friedrich von Preußen gezwungen war nnd de shalb 
Tirol nebst allen Vorländern von regulär en Tr uppen entblößt 
wurde, erschiene n die Fran zosen ab ermals und zwar bei Stoc kstch 
in der Nähe des Überlinger -Sees. Auf das hin besetzten die 
Vorarlberger vom 14.—19. September (1744) in Eile die Grenze 
bei Bregenz und von da nordwärts. 
In Constanz lagen 400 unserer Lands leute als Besatzung; 
als sich die Fran zosen der Stadt näherten, zogen sie sich mit den 
Geschützen und dem Schießbedarfe zu Sc hiff nach Bregenz zurück ; zurück ;
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.