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Full text: Karte von Vorarlberg (inclusiv Liechtenstein) . Herstellungsgrundsätze und Gebrauchswinke

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2) Die Entfernung der Kurven zeigt น 118 die Steigung 
der Abhänge. Werden nämlich die Kur ven enge, so wird durch die­ 
selben ein steiler Abhang bezeich n et; sind sie weit von eina nder entfernt, 
so ist die Bösc hung sanf t. Bei senkrechten Wänden fallen die entsprechenden 
Horizontalen (Kurven) zusammen, decken sich. 
3) DieZahlderHorizontalenzeigt uns i N V e r b i n d u n g 
ihres Abstandes die Höhe des B erges oder die Tiefe des 
Thales an. Je mehr Kurven, desto höher oder tiefer die Erhebung, 
oder Vertiefung. Die Kurvenentfernung in der Zeichnung bezieht sich 
also nicht auf die Höhe der Sch ichten — alle find gleich hoch angenom men 
—- sonder n auf die Neigu ng der Schichten des Abhanges. 
Schließlich wird gezei gt (im letzten Kapitel), wie man aus ganz 
einfache Weise das Haut-Relief von diesen Ansc hauungsbildern anfertigen 
kann. Hier wiederholen wir aber noch; Die Kur ven bezeichnen also stets 
gleich hohe, gleich abständige Schichten, ob sie enger oder weit er werden, 
und zwar bei den gewöhnlichen topographischen Karten in der Regel 
Schi chten von 10 ober 20 Meter Höhe (Dick e), hier 100 Meier Dicke. 
Beim Vermessen sanft anstei gende r Abhänge geht es ziemlich lange , 
bis eine neue Schichte, Höhen - oder Kurve n linie angelegt werden sann. 
indeß bei einem steilen Abhänge dieselbe bald erreicht wird, bal der bei 
einem jähen, noch bald er bei einem sch roffen und am raschesten bei einem 
senkr echt en, wo dann die Kurven nicht bloß ganz enge werden, sonder n 
selb st aus eina nder fallen (so südöstlich an der Lpitze des Hornberges). 
Die Große der Entfernung der einz elnen Kur ven bezeichnet also die 
Böschungs (Neigungs-Grade) des Abhanges, nicht aber den Höhenunterschied. 
So wird die Vermessung und Zeichn ung Nicht verf ehlen, von der Bodener­ 
hebu ng oder Vertiefung ein entsprechend tre ues Abbil d der Höhe und Ge- . 
stalt ung im Ganzen und Einzelnen zu gehen, je nach dem mehr oder 
weniger Schichten und Schichteiilinien (Kurven, Umrißliinen, Hor izontal e) 
ausgenommen werde n. Man vergleiche den Rundberg, Hutberg, Gratberg, 
und die Bergschlucht mit der Bergstra ße — auf dem „Nat ur-", „Schraffeu-" 
und „Kurvenbilde". Diese Bilder sind bei jedem Punkte zu vergl eiche n. 
Das „Schraffenbil d" kann aber erst nach der Erklärun g des Kurv enbildes 
gehörig aufgefaßt werden hin Verbindung mit dem Negioual-Schichten- 
bilde d). Hier ist der Zwischen raum von 500 zu 500 Nieter, von 5 zu 
5 Ku rven mit verschieden linirtem Tone zu Regio nen ausgeprägt, während 
beim Schraffenbild b die Striche (Schraffeu) senkrecht auf die Ku rven 
gezogen sind, die den Zwischenr a um von je zwei Sc hi c htenlinien ausfüllen. 
Gewö hnlich sind die Ka rten ohne au sgezog ene Ku rven sc hraffirt, d. h. es 
wird nur durch Strich e die Ge stalt und Neigung von Bergen und Thalern 
angedeutet. 
Nähere Betrachtung des Sch raffe nb i l d es b. 
Ganz hor izont ale Ebenen bleiben ungestrichelt, weiß, so die Tiefeben e 
am Meere, die südlichen Uferge gend en gro ßer Gebi r gsseen, das platte 
Haupt des Hutbe rges, der hor izont ale flache Rücken des Bergzuges mit mit
	        
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