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Full text: Flugschriften der christlich-sozialen Landespartei zur Landtagswahl 1919

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noch übrig gebliebenen Met alls chatze durch Darlehensschnlden 
der Staatsverwaltungen im Betrage van 31.000 Mill. K, 
wovon Oesterreich 22 .000 Mill, und Ung arn 9000 Mill, 
schuldete. Unter den and eren Aktivposten finden sich 
8000 Mill. Darlehen gegen Handpfand. Diese Han dpfänder 
dürften der Hau ptsache nach aus Kriegsanleihen bes tehen 
und haben sich bis heute ebenso wie der Banknote numl auf 
noch bedeutend erhö ht. 
Das vor dem Kri ege im Umlaiif be findliche Gold 
wanderte zum geringen Teile noch in die Bank, zuvi 
größeren Teile ist es unsichtbar geworden und befindet sich 
IN guter Verwahrung bei Geldinstituten und P rivaten. 
Für die Staatsverwaltungen war es allerdings der be­ 
quemste und oft auch der einzig mögliche Weg/ die Gelder 
für die Krieg skos ten sowie die Unterhalts- und Un terstützu ng s­ 
beiträge durch Anleihen bei der Bank zu beschaffen, denn 
die durch Kriegsanleihen aufgebrachten Betra ge rei chten 
kaum zur De ckling der Hälfte der auflaufenden Kost en. 
Zudem'waren die Anleihen bei der Bank auch die billigsten, 
da die Staatsverwaltungen zwar 5 °/o Zinsen za hlen mußte n, 
aber andererseits wieder 5 ”/o Steu ern zurückerhielten. 
Für das Wir tsch af tsleben war nnd bleibt jedoch eine 
folche Ueberflutung von Banknoten, die tatsächlich keinen 
ban kmäßigen oder inneren Wert haben und fast ausschließlich 
nur auf den Staatskredit gestützt sind, von den verhäng nis­ 
vollsten Fol gen. Zunächst trat in immer höh erem Maße 
eine Entwertung des Geldes und damit aud) eine Ent­ 
we rtung der fe stve rzinsli chen Forderungen (Wertpapiere, 
Kapitalien und der glei chen) ein, wodurc h manc he mittlere 
Exi stenz vernichtet oder bed roht wur de. Die Erzeugnisse und 
zwar besonders diejenigen, die für das Leben des Volkes 
am notwendig st en waren und zudem noch in ungenügender 
Menge hergestellt werden konn ten, stiegen beständig int 
Preise. Zwangsmaßregeln, wie Anforderungen, Rationier- 
uiige n Feststellung von Höchstpreisen und derg leich en suc hten 
die Pr e i ssteigerung zu mildern hatten aber vielfac h zur 
Folge, daß die Preise der einzelnen Erzeugnisse nicht mehr mehr
	        
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