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Full text : Bregenz. Eine siedlungsgeschichtliche Untersuchung

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such einer neuerlichen Erweite ru ng unt ernahm die Stadt schon vor 1523: in der
Bittschri ft an den Erzherzog Ferdinand aus dem Febr uar 1526 erklären die Bregen
 zer. „Wir haben den wolgebo rnen herren Hu gen, grave n zu Mo ntfort etc.,
der zeyt seiner regierung zu Bregentz angerüeft und gepett en umb weytterung
un sers stattgericht z, welhes uns von im nit abgeschlagen..“ In folge des Verka ufes
 se iner Herrschaft an Österreich im Jahre 1523 vermochte Graf Hugo seine
Zusage nicht einz uhalten. (Abd ruck d. Bittschrift bei San der, Einig e Aktenstüc
 ke zur Geschichte Vorarlbergs, Seite 21). Mit unta uglich en Mitteln
unternimmt Helbok ausführ lich (Sei te 76—85) zwei vergebliche Versu che,
die ältest en Stad tgerichts bezirke , den anfänglichen und den der Zeit
1379- 14C9 festzulegen. Mit Hilfe einer angeblichen Ve rschiede nheit der Höhe
des Hofstattzinses unterscheidet er zwischen der alten Stadt, als ältestem Gericht
 sbezirk, und der Neustadt (Maurach- Ried). Die Unterscheidung zwischen
Bürgern und Le uten auf dem Lande in der Urkund e von 1363 sei damit im
Zusammenhang. In Wi rklichke it ist der gräfliche Hofstattzins in Stadt, Mau rach
und Ried überal l gl eich groß; die „Leute auf dem Lande“ sind, wie eine Durch ­
sicht der Urkunde zeigt, nicht Bew ohner des Maura chs und Rieds , sondern wirklich
 Leute auf dem Land e, das heißt in Hofrieden, z. B. Lochau, Rieden, oder
in Hard. — Der zweite Versuch geht vom Montforter Urbar Graf Hugos des
Minn esängers aus. „In demselben sind die Zinse n, Tagwa nne etc., welche der
Montfo rter aus dem Gerichte Hofrieden und anderen bezogen hat, verzeichnet.
Alle Güter, die im Urbar unter Hofrieden gena nnt sind, gehörten eben d amals
nicht zur Stadt. Da die Namen der meisten, unmittel bar um die Stadt her imliegenden
 Güter heute noch zu ermitteln sind, so konnte es nicht sch wer fa llen,
den Sta dtger ichts bezirk zu ermitteln .“ Ein Irrtum! Es ist doch von vornherein
unwahrscheinlich, daß ein Einkünftev erzeichn is auf Gerichts grenzen Rücksicht
nimmt; dies ist nicht seine Aufga be. Das Urbar zählt auch tatsächlich aus dem
Stadtgebiet den Hofstattzins auf; folgerichtig müßte man die Stadt zum Gericht
 Hofrieden rechnen. Die Abschr ift des Urbars aus dem Jahre 1474 ist bezeichnet:
 „Das> urbar über meins heren gnaden grave Hermans tail in Statt und
uff dem Lann de zu Bre gentz, geschriben im 74.“ Stadtgebiet und Gerich t Hofriede
 n sind also gleichermaßen berück sic ht igt; beide leisten, wie der Untertitel
sagt, ihre Zinse in den „Hof zu Riede n.“ Die aufg ezählten Güter können also
genau so gut in beiden Ber eichen liegen. Ihre Lage sagt über die Stadtgerichtsgrenze
 gar nic hts aus. Daß die von Helbok angenommene Grenze fals ch sein
muß, wird erwies en durch die Teilungsurkunde 1409 Da heißt es: „Es ist och
uns Graus Hugen und unse rn erben usgenomen und vorbeh ept die V a r 1 e h e n,
die in dem Gericht ligent und das var, das über see gat mit allen zi nsen
und rechten..“ Dieses Ger icht ist das die eigentliche, die Ober stadt umschliessende
 Stadtgericht, denn 1409 wurde nur die Stadt geteilt. Am 26. Dezemb er
1408 bezeichnen die Grafen als ihren Be sitz ihren Anteil „der Statt und des
gerichtes ze Bre gentz“; sie geben fünfjährige Steuerfr eiheit den Bürgern „in der
Statt und in dem gerichte der statt Pregentz.“ ( Urk.) Schon 1379 nahmen die
Grafen Hugo und Konra d die Stadt von der Teilung aus, „als das geric ht heut heut
            
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