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Math eus Kürsners gewes en sind, und uß dem bach und tobel ob dem
hus schnuorrichtigs widerumb hinüber in den ersten rain bi der zuber
des wassers ob dem Gravenbomgarten, da ouch ain march hingeset zt
ist; also was in dem krays und in den marchen gegen der Statt wertz
hin inliget , daz sölic hs im stattgericht nun hinfür ewigklich sin und
beliben und daz die von Br egentz in sölhem krays der rudern gerichtet
halb zuo richten und gericht r echt haben sol len“, unver ändert durch
die Grafe n5. Die 20 alten Bürger, die außerhalb dies er Marken in
Hofrieden sitzen, sollen bis zu ihrem Tode im Besitz des Bürgerrechtes
blei ben; spät er soll ihr Eigentum hofriedisch werden. Das Konze pt ist
undatiert; aus den Namen der Schiedsrichter ist die Zeit um 1490 zu
ersch l ießen 6.
Das Stadtgericht vorn Ende des Mitt elalter s umschließt also Stad t,
Maura ch, Ried, Obergas se und Vatz enwa sen bis zum Eichholzbach,
ferner das Eichholz; auf der anderen Seite geh ört die Kirchgas se und
das Talba chtobel bis zum Talbachgässele dazu. Vier Gassen werden
also dama ls von der Grenze gequert; an diesen Stell en war die Stadt
schon dama ls darüber hinaus gewachsen.
Diese alte Stadtgerichts grenze kann auch aus einer Reihe urkundli
cher Zeug nisse aus dem 16. Jahrhundert erschlossen werden. Unter
ihnen geben den besten Aufschluß die Angabe n aus der Zeit der Stadterweiterung,
vor 1602, soweit sie das damal s hofriedische, nun aber
zur Stadt fall ende Gebiet betreffen. Aus ihnen geht gleichzeitig hervor,
daß die Stadt von 1490 bis 1602 keine Erweiterung erfahren hat.
Vor allem ist es ein „Verzaichnus, was für heuser außerhalb des
alten statgezirckhs zu Bregenz ligen und wel che darunder den b urgern
8 Im alten Stadtgerichtsbezirk besaß die Bürgerschaft also nur die recht
ein geschrä nkte, niede re Ge richts bar keit. Das Recht auch schwer e Verbre chen
abzustrafen, die sogenannte hohe oder Malefizgerichtsbarkeit erwarb die Stadt erst
am 13. Oktober 1643, in einigen besonderen Fällen schon am 29. April 1574
(U rk.) Vorher gehörte die hohe Gerichtsbarkeit den Grafe n und ihren Nachfolgern
zu. Damals war das Hochgericht der Stadt wie der ganzen Herrschaft Bregenz
an der Klause. Vielleic ht hatte aber die Stadt einst wie Bludenz eine eigene
Richtstätte, am soge nannten Richtbühl, einer unauffälligen Erheb ung an der allen
Stadtgerichtsgrenze am Talbach, (beim Haus Talbachgasse No. II Rhomberg).
Vgl, auch den Namen Henklehen. (s Dorf ).
6 Klein er, ebd.