Ob die Befesti gung des Maurac h eine du rchlaufen de Mauer bis
zur Oberstadt war und wann sie geba ut wur de, läßt sich ur kundlich
nicht mehr festste'Ien. Eine Mauer wird in den Urkunden überhaupt
nie genann t; eine Be fest igung war aber vorhanden. Auch als sie verschwunden
war, blieb vielleicht ein Wehrgang als offener Weg in Benü
tzung 40. Der Torbau bestand jedenfalls viel länger.
Daß schon 1406 eine wirksame Befestigung bestand, dü rfte aus
dem Bericht eines Zeitgenossen, des Feldk irchers Trä nkli hervorgehen;
dama ls vermocht en die Feldki r cher, Appenzeller und and eren Eidg enosse
n des Bu ndes ob dem See nur die halbe Vorstadt von Bregenz zu
verbrennen ". Was vor dem Maurac h lag, ko nnte eben gegen die Über-Maurach,
1543 der erste in der Kir chg asse; die Ste uerbü cher können nicht die
Krone, sondern nur das Zumtobelsche Haus meinen). Der „Wachter“ Moßprugger
sagt da mals aus: „es hab sich begebe n, das die Xellen auf dem Lüpphel
zuosamen komen, do stünd ain heuffli bey ainander und we iten singen , do
ging er zum thor hinauß, und wie er übern steeg hinüber, kom im Go rius Reiner
auß Schlyen hauß und wie Gori us hinübe r kem, do schlieg man ainandern . .“
(ebd. 26). Jörg Mayer, Drechsel sagt dazu (21): „Wie der abentanz aus wer,
. . do gingen sy all vir aus unverdachtem muot auf den Lütpichel, do erseh
Gügl ain liecht in Schleyen hauß und sagte: Kumend, wir wend noch ain maß
wein zechen und giengen hinauf; do sy in die stub en kemen, do säs Gorius
Rein er und Petter Metzgers buob bey ainander und spillten. Do gingen sy gleic h
wider he rauß auf den Lütpühl, weiten haim. Do sagten die wachter : ir sölt
noch etwas singen. In demselben so lüff Go rius Reiner die steg en herab und
übern Steeg. (S igmund Met zger sagt: Lüpühelsteeg) und sagt: Weler hat
ain väl an mir? Berlin, du? Do zuck te Reiner und Pe rlin auch usw.“ — Am
20. Juni 1607 (Rtpr. 100) sagt Claß Visch er: „inde me habe zeug gesehen,
das Briem zum Tohr herau ßgelofen mit bloßem wär, auf den Beck hen gesch lagen
..“ Bemer kenswert ist die gleichzeitige Angabe: sie seien „abm Lipp üchel
fürs thor hinauß gangen, ufm blaz ge stand en.“ Dies er Platz ist am späteren
Brunne n, der Lippüchel“ jedoch gegen die Riedgasse zu. Der alte Name des
Leutbühls, Lugg bühel, wird mit „Lucke“ zusammen gebracht. Falls dies ber echtigt
ist, dann würde er noch in eine Zeit zurü ckreichen ,in der es hier noch
kein Tor, sonde rn eben nur eine „Lucke“ in der Befestigung gab.
40 Das Haus No. 14, Rusch, stößt am 18. Novemb er 1702 „binden an
den gmeinen gan g.“ (Kopb. 75, 18). Das Haus des Jos Staigli n grenzt im
Jahre 1459 „hi nden mitsam bt dem gang an den bach.“ (Urb. d. Sonds. 1592,
25). Rudolf Greller (unter der ehemaligen „Krone“) erhielt um 1564 von der
Stadt das Recht „im gang im Höflin ain stiegen ze bawen.“ (Stb.).
41 „und körten do geen Bregenz und ve rbrand ten die vorstatt wol halb und
zogen dar nach wider haim. Bes chah an dem anfang des Mayen. .“ (Tränkli, (Tränkli,