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Full text : Bregenz. Eine siedlungsgeschichtliche Untersuchung

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Die Ansiedlung began n an der Kirchgasse noch im 14. Jahrhundert
 und macht e dann so rasche Fortschritte, daß hier um 1480 ebensoviele
 Häuser stand en wie heute.

Urkundlich zum ersten Mal we rden Häu ser schon in der Teilungsurku
 nde von 1409 gen annt, doch ist eine Feststellung ihrer Lage
noch nicht möglich. Das älteste festst ell bare Haus kommt 1429 vor 7°;
es steht in der „Vorstadt“ und hat noch keine Häuser als Nachbarn.
1427 wird die dazugehörige Hofst att genannt, angrenzend an eine
ebenfalls un bebaute Hofstatt. 1446 steht dasselbe Haus „vor der Verstat
 t“; das Nachbarhaus ist 1467 ebenfalls „vor der Vorstatt“ und
gren zt nun schon beiderseits an Häuser 71.

Weiter aufw ärts auf der rechte n Seite erscheinen Häuser, die wieder
 an Häu ser stoße n 1485 72 und 1497'73. Dabei ist es klar, daß
diese Jahre nicht die Zeit der Erbauung angeben, ferner, daß Urkun ­
den überhaupt nur zufällig erhal ten bl ieben.

70 Am 15. Juni 1427 verka uft Jos Mesn er an Haintz Schalk seine Hofstatt
 zu Bregenz in der Vorstatt, grenz t oben an Cla usen Ammans Baumgarten,
unten an Wetze ls Hofstatt , vorne an die Landstr aße, hint en an des Verkäufers
Baumgarten . Auf der Hofstatt lastete bereits ein Zins von 1 Schilling (L. A).
Am 17. März 1429 verkauft derselbe Jos Me sner dem Haintz Sch alk seinen
Baumgar ten, beim Gotzakker, der außer an Gärten jetzt be reits an des Schal ken
Haus und Hofstatt stößt. 1433 (Urb. d. So nds. 1593, 13) stößt Haus und Hofstatt
 des Haintz Schalk an Gärten und an die Land stra ße. 1446, am 4. Novem
 ber wird den Siechenpflegern ein Zins übergeben „ußer Hai ntz Schalks hus
und hofstatt zuo Pregentz vor der Vorstatt, gelegen, daz yetz Hans Surt innhat.."

71 St. Pelagitag 1467 (Urb. ULF. bei den armen Leuten, 52) gibt Heinrich
 Weß, den man nennt Hainz einen Zins von seinem Haus, Hofstatt und
Krautgarten „vor der Vorstatt an der Kürchgassen gelegen, entzwischen des
alten Surz und Hans Hünlis“ Häusern. Dies en Zins gibt 1715 (ebd.) Anthon i
Höger (s. oben Gottsacker!); es ist heute Kirchstraße 6, Mang old. Dasselb e
Haus besaß 2 Jahre früher Peter Vaster von Riehen aus dem Wisenthal, der
es am 25. Jänner d. J. mit denselb en Anstößern an Peter Yter verkauft hatt e.

Das Haus des Hai ntz Scha lk hatte sp äter (Urb. d. Sonders. 1592) Martin
 von Priel, dann Hans Geiger von Gayenhofen (Zb. Trium Regum et Martini
 1676, 29), Heinr ich Wilburger und nach ihm Johann Wilburger (s. oben
Gottsacker!). Es ist heute der Hirschen.

72 Am 15. Oktober 1485 gibt Martin Löhlin einen Zins „ab minem hus
und hofstatt vor Statt an der Kirchgas sen gelegen, stost obnan und hin dan an
Han nsen Löhli s, mins vetteren säligen bünd und undan an Josen Lo uchs hus.
Die sen Zins gab spät er Johannes Hinderegger (Spitalurb. 1669, 4); von ihm
            
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