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Full text : Bregenz. Eine siedlungsgeschichtliche Untersuchung

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ser im Dorf und seiner Umgebun g, im Talbac htobel, fast du rchwegs
auch an der oberen Kirchgass e, am äußeren Vatze nwase n und einzelne
an der äußeren Obergasse besta nden schon im Mitt elalter. Sie alle in
machen schon nahezu die Hälfte der 1602 beschrie benen 71 aus.
Allein dieser Übersch lag zei gt, wie begrenzt der Anteil des 16. Jahrhunderts
 am Ausbau der Bregenzer Siedlung jenseits der Stadtgrenzen
gewesen ist. Von den übrigen entfielen im Jahre 1602 28, also die
meisten auf die Weiler Steinebach (12), Tannenbach (5) sowie die
Höfe in der Reute (9) und zur Tannen (2). Auch davon ist nur
ein Teil Zuwachs des 16. Jahrhunderts; all die genannten Siedlungen
bestanden wenn auch in kleinerem Umfa ng schon viel früher.

Die Anfä nge des Weilers Steinebach gehen weit ins 14. Jahrhundert
 zurück. Bereits 1378 97 besaß „Bregenzer, der Müller“ ein Gut
am Steine bach , das zu seiner Mühle geh ört haben muß. Um 1380
hatten Sehusers Erben ein Flaus „enent dem Stainibach under dem
Haslach vor dem akker. .98“ 1425 wird Hans Maisers Hof, Gut,
Mühlstatt und Weinga rten am Stainibach erwähnt", 1437 Berchtolt
Böde rlys Haus und Hof am Stainibach; sie grenz en an den Weg den
Steine bach entlang, an Heinric h und Hans Loher und gehörten frü her
dem Konrad Talch100. 1449 tritt auch dieser Hans Loher als am
Steinebac h seßh aft auf \

Nach der Flurgeschichte sind Steinebach und Tannenbach nicht
eigenständige Si edlun gen, sondern auf Bregenzer Acke rland durch Bregenzer
 entstanden. Es waren anfangs ein paar Anwesen im Besitz reicher
 Bü rger, wie der Loher, Maiser und Talch. Die Nähe der Holzhöfe
 und S pa lthütten war wi llkomme n; sie veranlaßte zusamme n mit
der Wasserkraft der Bäche den weiteren Ausbau.

Die Höfe in der Reut e, zur Tannen und im Gehren haben sich
im 16. Jahrhundert zwar vermeh rt; etl iche bestanden aber schon im

walt Mefiner, Conr at Meßn er, Jörig Hagen, Hans Man golt Cün tzel, Lien hart
Kurz und N. sin sun, Louch zur Tanne n, Oswalt Träch ßel, alt Rütiner.“ Die
Erben dieser Leute sollten wiede r Hofried er werde n (Urk. Stadterweiterung).

97 Urk. 25. Juli, L. A.
98 Urbar Graf Hugos.
99 Urk. 7. Dezember , L. A.
100 Urk. 26. April.
1 Urk. 25. April, L. A.
            
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