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In der Tat sind Gewerbe und Han dw erker, die vom Verkehr
lebe n, in der Kirchgasse seit je stärker vertrete n wie and erswo in der
Stad t. 1557
sind an der Kirchgasse 3 Schmiede, 1 Sattler, 3 Wirte,
2 Scherer3' (Wundä rzte ), auch 1545 sind es 3 Schmiede, währ end
die ganze übrige Stadt höchstens einen aufzuwei se n hat. 1525 sind
zwei Schmiede nachweisbar. Eine besonders alte Schmiede bef and sich
im Haus Kirc hstra ße 22, Heß: schon vor 1497 arbeitet dort Jacob
Leutprecht38.
Hier befanden sich bereit s am Ausgang des Mitt elalters zwei
Wirtschaften, beide nebeneinander unweit der Stadtgrenze 39, dort wo
die Steigung aufh ört und die wohl ält ere Straße durch das Talbac htobel
einmündet: der „Bruderhof40“ und der „More nküng “ (— Moh-37
Auß erdem 2 Schneider, 1 Tuchscherer, 2 Schuhmache r, 1 Keßler, 4
Lebensmittelhändler und Bäcker. Der Lebensmitt elhandel, das „Merzeln“ war
gewöhnlich nur Nebenbeschäft igung.
38 Nachweis s. oben, Kirch gasse.
39 Bei der Sch miede (Kirc hstraße 22, Heß) hatte Jacob Fitz, der Hufsc
hmied im Jahre 1587 (Umschlag, Stb. 1594) in der Meinung „dessen befuegt
zue sein“ vor seiner Behausung einen „Sommers; - Säumer-)abschlag inma ßen
vor jaren der enden auch gewesen sein solle..“ erb aut. Demnach war lange
Zeit vor 1587 hier ein Ablageplatz für die Säumer , die eben die Stadtgrenze
überschritten hat ten. In der Nähe befand sich nac hweisb ar seit Beginn des 16.
Jahrhunderts der Zoll.
40 Das Gastha us For ster gehör te im Jahre 1808 (Kataster) dem Bierbra uer
Karl Jos eph Fl atz. Vor ihm hatte es Meyer Jonathan Uffenheimer (Stbesch. 1731,
303), Joha nn Chris toph Kay ser (ebd. 303), Franz Joseph Kays er, Andre as
Matt (Kopb. 75, 516, L. A.), Franz Anton Kieinbrots Erben (Kopb. 1683,
518), Stadtammann Johann von Ach, der um 1651 (Stbesch. 1) das Haus
„zum Bruederhof genant“ bes aß. Vor ihm hatte es sein Vater Stadtammann Johann
Christoph von Ach (Zb. St. Nicolpfr. 159 2), Jos Höltzlin (ebd .), Hans
Elga s, genannt Krebs (ebd. ), Martin Helbo k, genannt Höltz lin „in dem Bruderhoff
wirt“ (ebd.). Vor ihm um 1574 war hier „Joß Hälin wiert“ (Umgeldordn.,
488).
In einer Ein gabe an die Regierung vom Jahre 1532 (115) erwähn en Ammann
und Rat frühere, von ihnen gefällte Gerichts ur tei le: „Item Pette r Dorf von
Lautterach, alß er im Stattgericht in ainem wierzhauß, der Bruederhof genan t,
den frid gegen Allex en Egger brochen, ist er umb 10 pfund pfenni ng gestrafft
worden.“ Bereits 1514 war hier eine Wir tschaf t; dam als war noch die nam engebende
Familie Besitzerin: „In Jörigen Im Bruderh ofs hus haben gef reflet Hans