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Vielleicht bemerken swert ist in diesem Zusammenhang, daß die zweite
Turmuhr, die Bregenz besaß, bereit s 1521 am See kapelle nturm ang ebracht war:
„. .von dem horaloy am See zu richte n 1 Pfun d. 5 schilling .. (S t.).
Die Seekapelle selbst wurde 1445 eingeweiht, gewidmet den Heiligen
Georg und Hilari us zur Erinnerung an den glüc kliche n Ausga ng des Krieg es
von 1408. 1446 wurde ein regelmäßiger Gottesdienst eingerichtet. Ihre Lage
hat zwar mit dem M arktve rkehr dire kt nic hts zu tun, sie beweist aber doch,
daß hier der natü rliche Mittel punkt der großge wordenen Vorstadt war, die nun
aufkam. (Unsinnig Helbo k, S. 85: „K apelle ULF. zu den Feldsiechen“ 14221).
Ein Brunne n bef and sich schon dam als auf dem Plat z, wenn auch nicht
am selben Ort wie heute; er hat mit dem Markt keine dir ekte Beziehung.
Die Errichtung von Brunnen in der Vor stadt ge hört im allgemeinen der
Ne uzeit an, kommt also Jahrhunderte nach der Besiedlung der einzelnen Stadtteile.
Mit di esen Anlag en wollte die Stadtgemeinde besseres Tr inkwas ser und
erhöhte Feuersic herheit in der holz gebaute n Vors tadt. 1509 heißt es: „..dergle
ichen des brunnen halb., ist geratschlag t, das ain aman und rat sol umb ain
hofstatt lugen , es seye auf ainer gma ind oder von andern zu kauffen, was sy
gut bedunckt.“ (Rtpr. 51). Die meisten Bru nnen entstanden an Stelle abgebro
chener Häuse r. All diese Brunn en hatten ihr Wa sser aus derselb en Zulei
tung: aus dem Grünholz durch die Ober stadt hindurch zu einer Grube an der
Stadtsteig „inmitten der gass en mit khroten, froschen und wü rm“, von dort zum
Maurachbrunnen im oberen Maurach oder zu dem Metzgerbrunnen beim Gasthaus
Forster; vom Maurachbrunnen ging es zum Leutbühlbrunnen, von da unter
dem „Töbeligraben“ hindu rch (Vgl. Bochs Beschre ibung 1682, 16) zum Wasenbrunn
en auf dem Vatzenwasen (vor dem heutigen Mohren). Den Bru nnen in
der unter en Riedgasse, 1643 schon auf Merians Stadtansicht darge stellt, rechn et
Boch nicht zu dies em Netz. 1569 (Urk. 12. Februar) bestand diese r „Galtbrunnen
an der badstuben“ bereits.
Weiter auswärts an der Obergasse und am Vatzenwasen ha tten die Häuser
eigene ergiebige Brunn en und Zuleitungen; sie ha tten mit der Wasserleitung
aus der Ober stadt keine Verbindung. (Vgl. Urk. 24. Februar 155 0).
Die meisten Brunn en entsta nden in der 2. Häl fte des 17. Jahrhunderts, in
der Deuring zeit, in der man auch bereits Sinn für ein schönes Stadtbild hatt e.
Da mals wurde der neue Leutbühlbrunnen, der beim Gasthaus Kinz, der Metzgerbrunnen
und der Brunnen oberha lb vom späteren Zähbeck errich tet, jeweils
auf der St elle abgebrochener Häuse r. Die letzte n zwei sind wi eder versc hwunden
Die Brunnen sollten möglichs t viele benützen könn en; bei dem zentra l gelegenen
Le utbüh lbrun nen traf dies bes onders zu; hier war der Kreis der Wasserholenden
recht groß. Am 18. Juli 1612 (Rtpr. 105) erzählte Georg Ballauffs Tochter,
„..es hab sich iez sont ag zu getragen, das sie hab wö llen Was ser uf dem Lüppüch
el holen..“ Sie wohnte im Kraulandschen Hause im Maurach. Leutbühlund
Maurachbrunnen sind zweifell os die ältesten der Vors tadt. Der Maura chbrunnen
kommt 1530 (Urk. 8. September) bereits vor; man wußte aber noch,
daß der Brunnen auf der Hofstatt eines vom Besitzer nur widerwillig verkauften