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gegen ein Pfund Pfennig Zins vergabtes Lehen erscheint65. Der Schi ffbau
ging nur zeitweilig über den lokalen Beda rf hinaus und litt unter
dem Wettbewerb der benachbarten Uferorte, besonders Hards; die
Schiffahrt auf fremde Re chnung konnte bei der gün stige ren Lage des
alten Verkehrsortes Fuß ach ebenfalls keinen Boden find en, umsome hr
als in Hard ein weiterer Konkurrent vorhanden war M. So blieb für
die ält ere Zeit nur die Verfrachtung der eigenen Erzeugnis se, h auptsächlich
die der heimischen Holzleute: Rebs tecken , Schindeln und Bauholz.
Schif fahrt und Holzwer k häng en also eng zusam men; sie waren
— obwoh l in besondere n Genoss enscha ften organisiert — sehr aufein
ander angewiesen ".
Für den Ausbau seit dem 14. Jahrhundert, in Ried, Gra ben,
V atzenwasen, Obergas se und Eich holz war das aufstrebende Holzwerk
also die wichtigere Triebkraft. Hier, in der Nähe der Spalthütten,
Lagerplätze und der Schifflände baute n die Holzleute ihre neuen
Häuse r zwischen die alten . Für die ältere Stadt und Vors tadt ko nnte
di eser neue Erwerbszweig nicht mehr siedlungsfördernd sein.
Wie im benachb a rten Rheinec k geht hier das Holzwerk
weit zurück. Zum ersten Mal ist von ihm urkundlich die Rede am
65 Im jüngeren Urbar aus der Zeit um 1520 (Memorabilia, 637) heißt
es: „Item das far an dem See, von Lindaw gilt jährliche n 1 pfund pfenni ng.
dargegen ist dasselb gefreut, daß sonst all ander furleut am wochenmarckt gen
Lin daw von Bregenz weder leut noch gueth füren so llen, biß solcher der herrsch
aft gefr euter sch iffman sovil hat, daß er zum erst en gnueg ze füren hat.“
66 Die alten Bregenzer schrieben das Zurückbleiben des Bregenz er Hafens
zu gutem Teil der Lage hart am steil aufsteige nden Berg zu: dadurch könnten
die Schiffe sehr oft keinen Wind in die Segel bekommen. (Roder, Denkwürdigkeiten
24).
67 Für die Neuzeit s. Helbo k, Bevölkerung, S. 191. Aus einem Vertr ag
des Jah res 1506 (6 98/1) sind die Besti mmungsorte der Holzfahrten erken nbar.
Sie ginge n in das Ge biet des Bisc hofs von Konstanz, der Äbte von Reichenau
und Salm answeil er des Lan dkomme nturs im Elsaß, ferner in die Orte Konstanz,
Übe rling en, Schaffhausen, Radolfszell, Buchhorn, Dieße nhofen, Allensbach, Mee rsburg,
Steckbo rn, Hagnau und Immenstad.
Es handelte sich damals um Rebstecken, Br etter, We rklatten, Schindeln und
Block holz („huwen und geytz en“) die schon „von alter her“ in bestimmter Form
geliefer t wu rden. — 1494 flößten die Bregenz er Holzleute 15000 Stück Blo ckholz
he raus (699); 1509 waren es 29100 Stü ck. (Rtpr. 70). 1512: 20014
Stück . (Rtpr. 148). 1544: 28300. (Rtpr. 78).