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Full text : Bregenz. Eine siedlungsgeschichtliche Untersuchung

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unweit der Ach 80. Ein dri tter stand später am Steinenbach 81. In einer
Zeit überwiegenden Holzbaues waren die Kalköfen möglichst abseit s
vom verbauten Stadtbereich; dies traf ursprün gl ich auch für den Ofen
am Vatzenwasen zu.

Die Öfen verarbeiteten die Kalksteine der Bregenzerach. Ähnlic h
wie die Holzver arbeitung mußte sich daher auch die Kalkbrennerei
naturgem äß anfangs am Ufer der Ach entwickeln. In der Tat sind
Kalköfen in Hard bereit s im frü hen 15. Jahrhundert bezeu gt, sie bestan
 den aber gewiß schon viel früher. Urs prü nglich waren sie im Besitz
 der Einheimischen; später kamen sie te ilweise in Bregenzer Hände.
Wie die Holzware, so ging auch der Kalk auf Schif fen an verschiedene
 Orte über den See.

Nur der Betrie b am Vatze nwase n hat demnach wenigstens für
diese Gasse Bedeutung.

In mancherlei Forme n hat, wie man sieht , die wir ts chaftlich e Entwicklung
 das Siedlungsbild der Stadt beeinflußt.

Landwir t scha ft, in zunehmendem Maße Weinbau und Weinhandel
 erfüllen zusa mmen mit dem ebenfalls al ten, doch bescheidenen, den
Bedar f des Grafensitzes und der nahen Umgebung decken den Handwerk
 und Gewerbe die älteste Epoc he. Seit dem frü hen 14. Jahrhundert
 we rden Holzwerk, Holzhandel und die damit zusam menhängend e
Schiffahrt wirksam. Das 15. Jahrhundert sieht den Landverkehr auf
dem Plan; auch er gibt der Si edlun gs bewegung neuen Ansp orn. Mit
dem Ende des Mittelalters ist das alte Bregenz so gut wie vollendet.
Nach jahrhu ndertelang em, rela tivem Stillst and kommt dann wieder ein
neuer Anstieg; aber noch im 18. Jahrhundert war Bregenz nicht
wesentlich volkreicher wie um 1500. Erst um 1800 wuchs die Stadt
nach neuerli che r Pause aus dem Rahmen des Mittelalters und wurde
damit zugleich Vorarlbergs Hau pts tadt.

80 Rtpr. 105 vorn Jahre 1510: „..und giennge er mit im für die
Siechen hinus bis zu dem kalchofen, do giennge er den nächsten zum schyff. .“
(Fähre an der Ach).

81 Gabr iel Rumer, zuvor Martin Helins sel. Erben 1605 gehörig. (Hds.
242, L. A.) Jetzt Gasthof Bären.

82 Urk. 1430 (L. A.)
            
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