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Wei tere Orts bes timmungen scheinen vorderhand unmöglich; die
Auflösung des Dorfes war im 14. Jahr hunder t eben schon sehr weit
fortges chritt en. Die immerhin noch gebundenen mehrer auischen, weissenauischen
oder gräflichen Lehen haben sich, wenn auch zerstücKelt,
am längsten geh alten; andere Höfe waren schon lange vorher durch die
Einwa nderung in die Stadt untergegangen.
Um 1290 besaß hier Mehrerau 6 Lehen 67; „Mansus“ (=< Hube)
mit 10, Swinisberc mit 7, Edi tuus (—* Mesmer) mit 5, Vadunli mit
6 und Piscator (— Fisc her) mit 5 Schilling Zins. Diese fünf gaben
auß erdem Eier6 8 und leisteten jedes eine Woche Fr on dienst. „Mini
ster“ (=< Ammann) gab bloß 3 Schilling. Um 1300 we rden 5 Lehen
aufgezählt. Damals leistete bloß noch die Hube eine Woche Frondi
enst, die andern waren nur noch zu drei Tagen verpflichtet, also bei
der später bezeugten Mähf ron angelangt. Alle Fronpflichtigen besaßen
Höfe; unter ihnen war die Hube der größte. Schon der Name bezeichnet
einen gr undh errlic hen Normalhof von besonderem Ausmaß. 1290
best and also das Dorf Bre genz aus fast lauter längst zerteilten, kl einen
Höfen.
hus und stad el stautt.“ An einem Herbsttag des Jah res 1510 ritt der Lin dauer
Jakob Schlu din mit „des Burck en diern“ auf dem Roß des Scholl im Gal opp
durch die Stadt, die Kirchgasse hinauf der Ach zu. Der junge Scholl war n it
Schlu dis „hellparten“ vora us gegangen „bis zuo der trummlan by Stof fel Lohers
guot zwüsche n unnser Frowen cappe ll zunn Siechen und Jacob Näfen huß, säß
uff die trummlan und warttete des Schluodis lanng und so Schluod in ungefarlich
bis zuo des Näfen huß käm, ran nte er gegen im herzu , das die diern über
das roß abfiele.“ Das Haus des Näf und damit auch Metzgersbünd waren
demnach an der Straße unwe it vom Metzgerbild, wo die Riedergass e einmündet.
67 Zinsrodel des Klo sters Mehrerau, S. 7.
68 „et quilibet 1 ebdomadam ct ova.“ Das Gut des Me sners gab 1320 noch
5 Schilling (Zinsrodel, S. 28); 1340 waren es 18 Pfennin ge und 2 Hühn er
(ebd. S. 40), was se iner Zinsleistung vom Jahre 1457 ent spri cht: dama ls gab
er dem weißenauischen Präbendar „18 pfening und 30 ayer und ain huon ab
der hofs tatt, da das mesy tthuß uff staut — und dem gotzhus ze Pregentz
(= Mehrerau) ouch sov il.“ (Meh r. 137, L. A.). Das „Mesytthus" ist das
Mesnerhaus bei der Pfarrkirche; es gehör te also den beiden Inh abern der Kir che,
Me hrerau und Weißena u gemeinsam als Zu behör der Kirche. Aus dem eh emals
höheren Zins und dem Frondienst kann man wohl schließen, daß ein Hof mit
diesem Lehen verbund en war. Ander swo, z. B. in Berne ck war der Me snerdien
st Sache der Maierho fbauern. 3’