Ölrain weit entgege n. Ein gutes Stück hereinwärts vom heutigen
„Weinschlöß le “ hieß die Flur später immer noch im oder beim Feldmoos
°7. See wärts grenzte das Brege nzerfe ld an die „Löhe r“ auf dem
Ölrain und an die „Goldgrub“ ", eine Flur, auf der heute d'e protestantische
Kirc he steht . Der angrenzende Glasacker wurde bereits eingangs
erwähnt.
Hier, auf der Trümmer stätte des römisc hen Brigantium, dü rften
die beiden Esche aneinan dergest o ßen haben; die Goldgrub, in der Gegend
der einstigen Thermen, war viel leicht deshal b eine Ehäfte, die
Löher 09 waren kaum Löcher, sondern (!ouch — Buschgehölz) einzeln
stehendes Gebüsch um römische Ruine n.
Un weit der Golde'rub verlief die „Fa tt“ 10°; so beißt gewöhnlich
ein E-chzaun. Die Ri eder Flur hat ranz in der Nähe ihre Grenze.
War die Fatt der Zaun gegen Rieden oder vielleicht doch — hier
96 1 4 5 7 (Mehr. 137) liegt „ain äcker lin.. uff Present zer feld, stoust ainhalb
an Kylian Lob ern, anderthalb uff die stra uß gen Pieden. ”
67 Korne l Ha sler besaß das Gut „Feldmoos genan nt bey den 3 Bilde rn“
(Stbes ch. 79, 1791). Die drei Bilder standen an der Gallusstraße, beim
Haus Kolb.
66 Der Schreiber des Zehentbuches um 1500 erwähnt nach Äckern auf
dem Ölra in nochmals „item in der Goldgrueb und uff Bregentz er veld 2
äckerly. .“ Er unterscheidet also Goldgrub und Bregenzerfeld. (Mehr. 138)
1512 gibt Heinr ich Hoch enwar ter von Rieden Zins von sei nem Viertel „an der
bünd ufm Breg entzer Veldt gelegen, stoßt oben an die Goldtgruob und unden
an das Veldt.“ (Urbar d. Sonders.)
69 Nach der Urkunde vom 23. August 1432 (L. A.) hatte dam als die
Präbende zwei „äck erli, stoßent an daz Louch enmitten uff Pregentz er ve ld."
Dies er holzbes tandene Fleck inmitten der Äcker war gewiß sehr auffallend. Nach
derselbe n Urkund e lag ein kleine r Acker „uf Pregentzer veld, sto ßet obna an
die Löher und an die Strauß, die da gaut gen Riede n.“ Das „äckerli in dem
esch uff dem Ölrain “ lag „zwischen t den Löhern.“ Die Löher dür ften also die
Grenze gebildet habe n, ebe nso wie die Gold grub, die 1457 einen Acker „uff
dem Ölrain “ am Weg „der gen Rieden gautt“ begrenzt. (Meh r. 137).
100 Am 21. Jänner 1367 (Urk. L. A.) verleiht der Abt von Mehre rau
dem Jakob Iter neben andern Stü cken auch einen Acker „bi der Goltgruob,
stoßt an die Phat, an Pfeffeilis ack er.“ Am 23. August 1432 besaß Jos Rötli
einen Acker „uff Pregentzer veld, sto ßet ainha lb an die Fatt und andrent an
die Egginen.“ 1449 (Meh r. 156, 11) erhielt Oswald Rötli 1 Juch art Acker
„uf Pregentzer veld, stoßet ainh alb an die Vatt und anderthalb an Kylio n Lohers“
Ack er. Ack er.