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am Rande der unteren Kirchgasse und ein Stück an der heutigen
Jahnstraße abwärts, mit den Fluren „Bitzi“, Gottsacker, „Lehe n“ und
„Brühl“, fast durchwegs gräfli cher Le hen- oder Eigenbes itz 10 5.
Ein zweiter größ erer Bereich ist bezeichnenderweise um die alte
Dorfstatt feststellbar. Von der „Ho len Gasse“ „ob der Linden“
bis zum Bergh ang gab es stets nur Ehäf ten. 1445 ging die Palmprozession
von der Kirc he mitten durch die Güter bis zur Siechenkapell
e: der Weg ging zuerst durch Johanes Haintzen Baumgarten im
Dorf, zwischen der alten Loherin Baumgarten und Conrat Talchen
Stadel gelegen, dann durch Haintz en Brend lis Bünd dar an, angrenzend
an Ulric h Egger und an Haint z Guotgsind, dann durch den Ack er,
„der in die lütprie st ry zuo Pregentz geh öret“, also durch den Acker
des Pfarrers, der wohl auch eine Ehäfte war, weiter durch Hai nrich
Herzenmosers Bünd zw ischen diesem Acker und der „Sund ersiechen “
Baumgarten. Der Heiligenpfleger hatte das Recht , „an dem abent, wa
die zün an den vorgeschrieben gü ettern nit ufftaun wären “, dieselben
aufzubrechen107. Der Zustand von 1445 war sicher nicht der ursprüngliche;
jedenfall s sind aber die alten Hausgärten des fast zur
Gänze abgegang e nen Dorfes noch gut erkennbar.
Es ist gewiß schwer, vom 14. Jahrhundert aus über ein halbes
Jahr tausend zurückzub l icken und die ursprüng l ichen Zustände auch nur
im Umriß zu erkennen. Aber über eini ge wichtig e Punkte ist doch
noch eine Auskunft möglich. Fest steh t, daß sich drei Esche — eben
105 Am 26. März 1428 verkau fte Claus Amman einen Zins von seinem
Baumgarten , „s toßt obnan an die Bitzi und unnan an den Gotzakker und vornan
an die landtstrauß und hinnan an daz Lehen.“ S. auch Kirchgasse. Das „öst erreichisch
Lehen“ grenzte noch im Jahre 1675 unten an die Klostergasse und
oben an das Gut des Johann Jakob Bildst ein (— Kirchstr. 28) und gehörte
vormals Leopold Waggin; es lag hinte r dessen Haus und Gut an der Kirchgasse
(Kirchstraße 10, Ki nz). (Kopb. 331). Betr. Brühl s. Ried. Auch Ried
und Maurach gehörten ursprüng lich dazu.
106 Am „Don nstag post Reminiscere“ des Jahres 1508 sagte Stof fel Schm id
vor Gerich t, „er sie mit dem (Alt-Stadtammann) Wannentaler von der frü enmeß
den Kirch rain herab geganngen und so sy an die Talbachbrugg ko men, sie Ulri ch
Frick die Holgassen herab zu inen komen und sie ainen tritt oder zwen
näbent sich tre tten und gesa gt: „Wenn ist dins buobenwerkh genuog?“ (Rpr.
17). S. Kirchgasse. Seit dem 16. Jahrhundert hieß die Geg end der Kapuzine
rkirche „auf der Höchin“ (Scha ffz. 20. Januar 1617).
107 Urk. 14. Juni.