accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text : Bregenz. Eine siedlungsgeschichtliche Untersuchung

— 59

Dieselbe Regelmäßigkeit fi ndet sich im späteren Stadtgebiet nur
mehr an zwei Stellen: im Maurac h und Ried, zwei ger aden, beide rseits
 glei chmäßig häuserbesetzten Gassen.

Ebenso wie der Stadtplan als Ganzes weist auch der Hofstattzins
auf eine Gründung. Alle Hofstätten der alten Stadt wie die des Maurachs
 und großteils auch des Rieds zahlt en vollkommen glei chmäßig
einen Zins von 20 Pfenning an die Grafen von Montfort133. Diese
Abgabe kann nur eine gr undh errliche , für den vorn Grafen zur Ansiedlung
 verliehenen Boden sein; keine andere Hofstatt im Stadtbereich
und mag sie noch so alt sein, gibt diesen Zins, wenn sie auf altem
Pr i vatboden, Lehen oder Eigen liegt. Stadt, Maurac h und Ried planmäßig
 eingeteilter und zinspflichtiger Boden decke n sich vollkommen.
Der Zusammenhang ist klar.

Die Gesam tübers icht des Hofstattzinses in der Stadt Bre genz
wird erst seit dem Jahre 1585 durch das Steuerbuch möglich. Dieser
Zins ist aber nach Ausweis der Urkunden schon seit jeher in der-Das

 Haus Georgenschildstraße 8 Lakisc h gehör te 1808 zur Hälfte dem
Joh ann Hutte r und Gebhard Rück (Ka taster), vor ihnen Klemens Kutz er und
Johann Höfle (Stbesch. 1797, 3, 4). Es stammte von Franz Anton Glezing er
(Stbesch. 1731, 166, 430), Stadtammann Johann Rüst (ebd. 163), der dies es
„hauß und gärthle in der Statt an der hindern g a s s e n“ schon 1670
(Stbesch. 2) bes aß. Erst sehr spät kam hier der Name Fuggergasse auf.

Das Haus Eponastraße 5, Walser gehört e 1808 dem Elias Escheler (Kataster).
 Es war des „Barthle Albingers Häusle“ (Stbesch. 1796, 13). Bartholome
 Albinger hatte es von Bernhard Mehelins Kindern erw orben (Stbesch. 1724,
179), diese r „Bernhardt Möche lin“ im Jahre 1670 von der Martinspf leg (K opb.
156). Sie verkaufte ihm da mals ihr Haus, Hofstatt und Krautgarten „von Jacob
 Speckhern sel. hero in der Statt an der vorde m gassen gelegen. “

133 Helbok , Bevölkerung S. 84 stellt zwar einen Hofstattzins von 20 Pfenning
 fest, aber irriger weise nur in der Ober stadt.

Im alten Marktort Schaffhausen zahlte die Hofstatt 24 Pfe nnig. (Ö chsli,
Qu ellenbu ch zur Sch wizer gesc hichte, 179). In dem um 1170 gegründete n Freiburg
 in der Westschweiz waren es 12 Pfenninge (Öchsl i, 198); ebensoviel za hlte
man im 1178 gegründeten Dieß enhofen. (E. Schm id, Beit r. z. Siedlungs- und
Wirtsc hafts geo gr. d. Kanto ns Thur gau, 283 ff.)

In Lindau betrug der Hofstattzins „me ist drei bis sechs Schilling“ (Wolfart,
 Geschichte d. St. Linad u 1/1, 67), also erheblich mehr wie in Bregenz.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.