men. Dabei kam in tieferen Bucht en feiner Schlam m zum Absatze,
der sich bann zum grauen Merge l verfestigte.
Die Schichte n des Pfänders, welche elin glelic h mäsziges Fallen
(15° 992.) zeligen, bilden nun einen Teil des langgestreckten Nordschen
kels der nordalpinen Molassefalte. Der Südsche nke l diese r
alte liegt zwischen der Bregenzer Ache unb der Schwarzach unb
fällt unter 40 unb mehr Graden nach Süden ein. Wir sö nnen bas
besonders schön an Aufschlüssen zwischen Buch unb Alber schw ende
sehen. Der Steusberg ist also der abteufende Südsche nkel der
nordal pi nen Molassiefalte. Die Kulmination lag in der Lücke, durch
die heute die Bregenzer Ache hervorbrlicht. Wahrscheinlich erfolgte
ber Durchbruch ber Bregenzer Ache entlang einer Bruchipalte, die
in ber Richtung des heu tigen Achausb ruches erfolgte.
Die heutige Gestaltung ber Süd- unb Westseite des Pfänders
erfolgte in ber Wioz än- ober Pliozänzeit durch eline Grabenversenkung,
ber bas Rheintal seine Existenz verdankt.
Am Schlusse m einer geologisch- morphologischen Ausführungen
über ben Pfänd er ertaube ich mir noch im weiteren Umkreise
bes Pfänderstockes glaziale Ablagerungen zu erw ähnen. 21m Fahrwege
oon Kennelbac h nach Fluh treffe n wir hi nter ber Lochmühle
• in einer engen Walds chluch t eine Menge von Urgesteinsblöcken, die
ihrer Herkunft nach Findlinge sind. Die Gehäng e ber Schl ucht find
oon glazialen Schotterterrassen, die disko rdant auf ben Schichte n
ber unteren Süszwassermolasse lagern, gefrö nt. Auch die Kronhalde
unb ber we iter rückwär ts gele gene Kuftersb erg weisen nebst Bl ocklehmintrusionen
eine große Zahl Findlinge auf. Auch im Nordmes
ten finben wir bet ber Ruine Ruggburg am Fahrwege nach
Mög gers Moräne n, die hier aus völlig ungeschichtetem Blocklehm
mit teilweise 1 Meter gro ßen Findl ingen bestehen.
Auch ber Winderosion bars im Pfändergebiet nicht ganz vergeffe
n we rben. Die meiter oben erwähnten eigenartigen Höhlen
schlitze über bem Wellenstein auch die eigentüml ichen Grott en am
Waldwege vom Gebhardsberg nach Fluh sind nur durch Windwi
rfung zu erklären. Durch Wasseraustritt an ber Grenze zwische n
ber han genden Na gelfluh unb bem liegenden Sandstein wäre eine
solche Erklärung mö glich. Aber diese Höhlen sind voll ständig trokfen.
Nun lift es richtig, daß sie im Grenzgebiete von Nagelfluh unb
Sandstein liege n. Die Nagelfluh blieb als schü tzende Decke erhal
ten. Gleich darunter springt ber mit Gehängeschutt überdeckte Gotsei
weit über die Nage lfluhlin ie vor. Wahrscheinlich hat aber ber
an ben Berghängen brandende Wind bas burct) die Verwitterung
zermür bte Sandsteinmaterial, besonders die fein en Quarg förmer
als Reibematerial benützt unb damit diese eigenartigen schllitzartigen
Hö hlen, die sehr tief finb, ausg efegt. Ganz ähnli ch sind auch
bie Grotten zwischen Geb hardsber g unb Fluh entstand e n. An
bi efer Stell e tritt im allgemeinen hart e, in ben Sandstein ober
4 49