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Full text : Dornbirn

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fällt das Empo rkommen des Kartellverbyndes der Katholisch-deutschen Studentenver
 bindungen an den österr ei c hischen Universi täten. Dieser Aufstieg vollzog
 sich unter schweren Kämpfen, namentlich deshalb, weil diese Korporationen
das Duell verwarfen und bekämpften. Ein überzeugter Duellgegner, wie
Adolf Rhomberg es war, brach er manche Lanze in schneidigem Kampfe für
die Gleichberechtigung der Katholi schen Studenten, die sein mutiges Eintreten
mit Hocha chtung, mit Anh ängl ichkeit und durch Verleihung mehrerer Ehre nbänder
 verdankten.

Wenn der hl. Vater im Jahre 1895 ihn zum Komtur des Gregoriusordens
ernannte, so war es sicher ebenso verdient, wie seine patriotischen Bemühungen
die kais erliche n Auszeichnungen verdienten. An solche n trug er das Komt ur­Kreuz
 des Franz-Iosef-Grdens (1 898) und den Stern hiezu (1908). Seine
Maj estät der Kaiser ehrte sein patriotisches Wirken auch dadurch, daß er ihn im
Jahre 1899 zum le benslä ngli chen Mitgl ied des Herrenhauses ernannte.

Der Gegensatz alema nnisch en Volkstums gegenü ber dem bajuwarischen
und frä nkis chen Elemente im Innern Oesterreichs, der Gegensatz der nüchter ­
nen, solid en, arbe itsamen, sparsamen, dem Scheine abholde n Art des Vorarlbergers
 gegen über -dem Tharakte r des Wie ners, der schwunghafter und
leichter begeisterungsfähig sich häufiger an der Oberfläche hält und das Leben
gern genießt, war ihm sehr leb endig bewußt und Kam ge lege ntlich zu kräftigen
 Aus lösungen. Vielleicht unterstützte dies es ge f ühlsmäßige Denke n fein
aus verstandesmäßigen Erwägungen gewonne nes Urteil, daß für Oesterreich
der Zentralismus zu verwerfen und eine föderative Verf assung vo rzuz iehen sei.
Für den Föderalismus kämpft e er Seit feines Lebens. Es war ihm ein
hoher F esttag, als nach dem Umsturz die provis orische La n d esversammlung am
3. Houember 1918 die E igenst aat lichkeit Vorarlbe rgs mit vor läu figer Einfügung
 als Gliedstaat in den Bundesstaat Oeste rrei ch verkün dete. Auch die
Lösun g der Gemeinsamkeit mit Tirol in der politischen Verwaltung durch
Errichtung einer eigenen Landesregierung entsprach einem Bestreben, das
er durch Jahrzehnte verfolgt hatte, ohne während sei ner Amtswir ksamkeit
das Siel einer eigenen Stattbalterei zu erreichen. Leider war es Adolf Rhomberg
 nicht mehr vergönnt, als La nde shau ptmann an der Spitze des nun
selbständigen Lande s Vorarlberg zu stehen. Der Arzt untersagte ihm in jenen
kritisc hen Tagen die schwere Bürde der Landeshauptmannschaft auf seine
Schultern zu laden , die nun mehr das Amt des früheren autonomen Landeshauptmannes
 mit dem Amte des ehem aligen Statthalters ver band. Sein
Gesundhe i tszustand war nämlich zu jener Seit bereits ers ch üttert. Es waren
ihm dann auch nur noch wenige Jahre des Ruhestandes gegönnt. Er starb
im Schloß Hofen in Loc hau am 7. September 1921 und seine Le iche wurde in
einer Gruft in der Kirche des Kapuzinerklosters in Dornbirn beigesetzt.

So ruht er nun heute mitt en in feiner Heimatstadt, der sein herz in
er ster Linie gehörte. Bei welchem Dornbirner wäre es anders? Ich lernte noch
kei nen kennen, der and ers dachte und empfa nd. Ich tadle das nicht, denn es
zeugt von edlem und gesun dem Heimatssinn. Nä chst Dornbirn sc hlug sein Herz
dem Lande Vora rlberg . Und im Lande galt seine Sorge wi eder in erste r
Linie uns eren Berggemeinden. Es ist kein Sufall, daß er Ehre nbürger der
Gemeinden des Tann berg und nebst anderen der Gem einde Vandans war.
Die Erbauu ng von Straßen in die abgelegenen Berggemeinden, nach Lech,
Warth. Damüls, also nach alten Kulturstätten, denen die Entst edl ung drohte,
war ihm Herzenssache. Sur Durchführung eines großzügigen Straßenbau-
            
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