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Dam als also, im Inve stiturstreit, und noch später, da um das Jahr 1123
anläßlich einer zwiespältigen Abtwah l in St. Gal len wiederum heftige Fehde
zwischen 'öen Prätendenten ents tand, dürfte dem Sti fte auch in Dornbirn der
größte Teil seines Ulostergutes entfremdet worden sein. Durch Vermittlung
der welfischen Famil ie, wahrscheinlich Herzo g Weiss IV. und wohl auch seines
Sohnes Wels V. von Bayern , erhielt die welfische Haussti ftung, das B en e -
dik tinerklos t er Wei ngarten, Besit z in Dornbirn, und zwar wohl
schon um das Jahr 1094 und dann wieder bald nach 1100. Der wichtigste Besitza
nteil des Stiftes war -das Patronatsrec ht und der Kirchensatz sowie zwei
Teile des Kirchenzehnten in Dornbirn. Diese Re chte erh ielt das Kloster jeden
falls aus Welfenh and , ob unmittelbar aus dem Buchhorner Erbe oder aus
vormals ft. gallischem Besitz, mag dahin gestellt bleib en.
Ungefähr zu gleicher Seit erscheint das Benediktinerinnen-K
l o st e r h o f e n bei Buchhorn, eine St iftung der vorgenannten Gräfin Ver tha
von Buchh orn, in bedeutendem Güterbesitz zu Dornbirn, und zwar erhielt es hier
den großen, ehedem st. gallischen Rellho f mit allem Subehör. Diese Güter
und Rechte repräsent ierte n einen sechs Wal höheren Wert als der Weinga r tner
Besitz am Grte. Gin noch vorhandenes Weistum von 1372 (im Innsbrucker
L. Reg. a.) sch eidet die Re chte des Rirchhe r rn, der von Weingarten gesetzt ward,
von denen des Pro pstes und Kell(n)ers von hofen. „Propst" war jene vom
Frauenkloster gesetzte Amtsperson, dem die obe rste Güterverwaltung des
Klosterbesitzes oblag und dem die Keller oder Waier unterstanden. Weing arten
hatte in Dornbirn Keinen Anteil an dieser Güterverwaltung, wenn auch das
Frauen st ift Hosen in anderer Beziehung unter Weingarten'scher Oberhoheit
stand seit dem Erbantritt des buchhornischen Besitzes durch -die Welfen; immer
hin hatte Weingarten beispielsweise den ganzen Rellhofzehent, ein Dritte l des
Rornzeh ents und den halb en Weinzehent am Grte. Der von Weing arten
bestellte pfarrherr nahm im Rellhof Wohnung.
Wie schon anders wo berichtet, verkauften sowo hl Weingarten als hofen
im gleichen Jahr 1388 ihre sämtlichen Re chte und Güter m Dornbirn an
R i tt er U l r i ch 1^. v on Ems und ging somit auch das Patronatsrec ht an
die ses aufstrebende haus der Emser über. Von dem letzten weiblichen Sprößling
des gräflichen Hauses Hohenems, Gräfin W. Rebekka von H ohenems-Harrach,
erw arb die Drtsge meinde Dornbirn im Jahre 1771, am
30. Oktob er, um den Betra g von 45,2 50 Fl. RW. alle Rechte, Ze hnten, Gige ntum,
Leibeigene, Steu ern und Fronden, somit auch das Pfarrpatronatsrecht
mit den damit ver bun denen Lasten.
Be merkt sei noch, daß außer den genannten Klöstern St. Gallen, Weingarten
und Hofen auch das inlä ndisch e Kloster Wehrerau OSB. und die
schwäbische Prämonstratenserabtei Weißenau Gutsbesitz und Zehen tgerech
tigkeiten in Dornbirn hatten.
Aus Urkunden läßt sich als sicher entnehm en, daß wenigstens schon
gegen Ende des 11. Jahrhunderts in Dornbirn eine ei gene Seelsorge bestand.
Als erst er bekannte r pfarrherr erscheint urkundlich um 1266 ein wer nher
von Rhineck („der Rinegger“), der in öen Walteser-Grden ein trat und
gleichz ei tig die Pfarre Dornbirn beibehielt. Die Reihenfolge der älteren
namentlich bekannten Seelsorger ist lückenh a ft, da 1570 der Pfarrhof abbrannte,
wobei auch alle pf arr lichen Bücher vernichtet worden seien; so
wenigstens beric htet Jos. Pius Woo sbrug ger, der bekannte Dornbirner
Thronist, von 1827—41 Schulb enefiziat in Dornbirn, der 1834 eine treffliche