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Wie schon er wähnt, zeigt die Ache in ihrem ob ersten Teile das Gepr äge
eines Wildbaches und führt in einem breiten Bette auf steiler Bahn große
Geschiebemassen zu Tal, bis sie, ihrer Ge schiebef racht entledi gt, un terhalb des
Abl agerungspl at zes in einem veren gten, schwach geneigten Rinnsale einen
ruhigeren Lauf ein schlägt , unfähig die mitg esüh rten Schwemmstoffe seitwärts
abzulagern. Man Kann kaum behaupten, daß der vielfac h gew undene Achlauf
eine besondere Verwilde rung des Flußlaufe s darstellt, denn diese Verhältnisse
bestand en, wie Pläne aus dem Dornbirner Stadtarchi ve aus dem Fahre 1826
zeigen, schon vor hundert Jahre n.
Vor Fahrtausenden allerdin gs sah es ander s aus. Oer Bodensee reic hte,
die B ergfüße des heutigen Rheintal es bespülend, möglicherweise bis in dre
Gegend von Chur und die Schuttkegel, vor allem die der Bregenzer- und Dornbirner-Ache
sch oben sich immer weiter und weiter vor, die Auflandungsarbeit
des Rheins unterstützend. So entstand allmählich eine flache Tbene, in welch er
die absterbende Veget ation der Se ereste als mächti ge Torflager eingebett e t
wurde, in später en Seiten durch Ausbrüche der Wildbäche zum Teil wieder
überlagert. Vie Wasser str ebten auf dem Ramm der sich nach beide n Seiten
ve rflache nden Schuttkegel in der Linie des stärks ten Gefälles dem immer mehr
sich zurückziehenden See zu, ei ne stete Gefahr für die Anwohner und ihren Besitz.
Fm Achlaus zwischen Rheintalbinnenkanal und Brück e für die Eisen
bahnlinie Bregenz—Fn n sbruck, konnte n also diese Verhältnisse mit Beendigung
der Regulierung des Unterla ufe s bekämpft werden.
Das um die Wende des 20. Fahrhunderts von der Rheinbauleitung verfaßte,
mehrfa ch umgearbeitete generelle Projekt, das die Grundlage für die
Regulierung dieser Strecke bild et, sieht im Bereiche des Abl agerungspl atze s die
Herstellung von feste n Userbauten zum Schutze der anstoßenden Kulturgründe
gegen Ausbrüche vor, wob ei, der forts ch reitend en Ausfüllung dieses Platzes
Rechnung trage nd, auch die sogenannte „Sizeler Au" zur Geschiebeablagerung
herangezogen werden soll.
Oie Sicherungen des Abl agerungspl atze s werden in den Projektsberichten
ausdrücklich nur als Waßn ahmen zur Milderu ng der gegebenen
Verh ä l t n i ss e bezeic hnet und besonders hervorgehoben, daß die Schwemmstofführung
der Ache in wirksamer Weise nur durch eine mit aller Energie
betriebene Verbauung der Wildbäche im Ach-E inzu gsgebiet bekämpft wer den
Kann, eine Anschauung, der auch schon Uegrel li Ausdruck verl ieh, als er die
Verbauung im Grtsgebi ete begutachtete.
Was die sen Sweig der Achregulierung betrifft, so mag hier ganz Kurz
eingesügt werden, daß in dieser Richtung in den letzten 20 Fahren unter wirksamer
Beihilfe des Bundes ein mächtiges, von vol lem Er folg begleitet es Stück
Arbeit geleistet wurde.
Fm Unterlaufe der Ach ist wohl die größte Ueberschwemmungsgefahr durch
Ausführ ung des Vorarlberger Rhein talb inn enkan als mit seinem linksseitigen
Hochwasserschutzdamme und durch die an diesen Kanal anschließende Achregu
lierung bis zum See gebannt.
Katast roph en wie am 4. September 1897 und am 2./Z. März 1901, bei
we lchen Gebiete, vornehmlich der Gemeinden Dornbirn, Lauterach und Lustenau,
im Ausmaße von 8 km2, bezw. 11.75 km2 (800 bezw. 1175 ha) unter Wass er
ge setzt wurden, könne n sich nicht mehr wiederholen . Einer Ueberflutung der
Ufergeb i ete im Mitt elgerinn e der Oornb irner-Ache ist jedoch nur durch Sa-