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Pfarrer Orex el den geplanten Ueberfall. Der lupft im Fußboden der Küche
rasch ein Brett, versteckt das Spi el, läuft geradew egs ins Bergkirchlein, holt
die kir chlic hen Gefäße und flieht in Hemd und Hose n, wie er ist, in den unte rn
Hackwald der später nach ihm benannten höhle zu. Erst zwischen Vunkel und
Siehstmi chnic ht sch leicht der Flüchtling zum Yackwälder Bauer Mathies hin auf,
dem er feinen Aufenthalt entdeckt. Von An fang August bis zum Einschneien
ho rstet nun Pfarrer Orex el in sei ner höh le, wohl versorgt, verschwie ge n und
betre ut von der Familie Mathies, die ihren neunjährigen Buben, den Ahne des
wac keren Edelwei ßwirtes von heute , als Speis eträ ger und Ministranten tagtäglich
zur höhle schickt . Ende September über siedelt dann Pfar rer Orexel in
die hochgelegene Alph ütte Bocksberg und, als um Allerh eilig en die Franzosen
endgültig das Land verlassen, Kehrt er unt erm Jubel seines getreuen Bergvolkes
in den alten pfarrhof zurück. Ueber das goldene Kegelspiel aber breitet
die Seit ihr Iahr h underts chwei gen.
Stetig mit 10 Prozen t steig t die Stra ße auf, biegt zur Ach vor, buchtet
wi eder in den Berghang ein. Rechts durch das Wipfelgrün der Tannen lugt
der 1467metrige Bocksberg her ab, links haben wir für eine Kurze Weile das
tannendunkle Siebnerköpfle vor Auge n. Wo von der verborgene n Alpe Sattel
her sich der Sattelbach herausdrängt, wölbt sich aus der Ach seine Kup pel aus.
Als um 1800 große Gemeind ewald ung en und -we rden unter die Vornbirner
in 1500 Tei len verlost wurden, teilte man den Gr oßen Wald in 12 Abschnit te .
Und da erhie lt das tan nenkr ause Siebnerköpfle die Kummer 7 und seinen
niedlichen Kamen. Unser Weg führt weite r, immer den Bergwald hinauf.
Schauen wir einmal zur ück, so geben sich Knopf und Vorder-S chanern von der
gefälligsten Seit e. Gle ich nach dem Siebnerköpfle in der tosenden Ach unten
hilft der Kuelesteg dem schüchternen Hackwaldweglein ans andere Ufer. Etwa
200 Straßenmeter weiter siehst du im eig engeschlagenen Felsen bette die gischende
Ach über Steilstufen herausschießen; das ist der Üuelefall. Das Üuele (Kl. Au)
selber liegt etwas über der Straß e; ein paar Sommertage lang treibt's
Kath rils im Untern Hac kwald sein Vieh herunter. Kaltenbrunnen und Altreute
sind die nächsten Flurschaften, durch die wir kom men: Kaltenbrunnen,
bekannt in seine m kalt en Duell, der 5 Minut en weiter oben aus dem Boden
springt; Altreute , im kamen eine Frührodung, ist heute wieder verwald et.
Mehr und mehr merken wir nun, das Tal, es will sich weiten — noch ein Eck! —
und auf Höhe 915 im Hintern Wald, da wo die Invaliden vereinig ung heuer ihr
heim baut, trete n wir auf freie n Wiesen bod en von
Ebnit.
koch etwa gute hundert Schritte, und das Oörflein liegt vor uns im
Schl ummerf ri eden sei ner Berge. Der letzte Stich ist bald genommen, der sonnige
Bühel vor dem Edelw eiß lädt uns zu einem Weihestündlein stillen katurbeschauens
ein. Rings um den Him mel hat sich ein Kranz von Ber gen ge legt.
Der trotzigste da drüben ist der hohe Fre scken (2004 Meter) , der links über den
Binn l ergrat zum Alpko pf und First herübergreift und recht er Hand über
seinen schwarze n Kugelgrat noch hörnt e und hohe Kugel in sein Felsenreich
zwingt. Drüben, nicht fern von uns, ebrw ürdet das bergschöne MagdalenenKirchlein
mit dem pfarrhof, daneben wirtet die Alpenrose, hinter uns schie ßt
pfe ilg erade eine Steinnadel, der Spitze Stei n, auf, an der Seite der Kleine
Stein, im Rücken der Rippmalschroffen. Die sonnige, heidelbeerige Sp ring-