accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text : Dornbirn

•iiMe«iie«iieiiiieimeiiiie»4ie»iietiM*iiiieiiiieiiiiei«i QO iiiieiiiieiiiieiiiieiisieiiiieiiiieiiiieimeiiiieiiiieiiiieMiie

Steinebad) noch Steinebad). Daß der Fis chbach aber ein eigenes Ursprungsgeb
 iet hat te, dessen können sich die alten Leute nicht mehr entsinnen. Das ist
vergesse n und versunken, einmal vielleicht deshalb, weil der Fischbach wirklich
in den Steinebad) mündet und dieses „Zwische n stroml and" im oberen Teile auch
Fis chbach heißt; dann wohl auch daru m, weil die Duellen gefaßt und privatwirtschaftlich
 verwertet wurden. Aus dem urkundlichen „der Vischbach entspringt
 nah ent bej Stöffelisbilb ob der Riebmilin“ Können wir weiter entnehmen,
 daß um 1600 zwisc hen Stöffelisbilb und Riedm ühle Keinerlei Häuse r
oder sonstige Orientierungspunkte gelegen waren.

Zwischen „Schwebel" und Rie dgasse liegt flurnamlich der Rohrbach.
Merkwürdig an der Sache ist nun, daß weit und breit Kein Dach mehr zu fi nden
ist. Der erst 1831 erbaute Müllerkanal gilt natürlich nic ht. Ob am Ende der
Steinebach in nicht gar zu ferne n Seiten einmal durch Rieb und Rohr da herunterge
 flossen ist? Gleichsehen würde es ihm.

An den Rohrb ach schli eßt im Süden der Bur st, benannt nach dem Kurzen
bor stigen Grase, das seinerzeit darauf wuc hs. Dann folgt ber Mittelb
 r u n n, eine größere Flur um eine Duelle, altmundartlich „im mettobrunno“.
Dieses „mettobru nno“ geht auf „Mittenbrunnen" zur ück. So wird 1659 in
einem Jagdstreite zwischen ber Gem einde „Doren bürn“ und bem Graf en Karl
Friedrich zu „hohen Embs" ausgleichverfahrlich den Dornb irnern zugestanden,
 drei Wolfs - und Fuchsgruben anzulegen: die erste am „P raitenberg ",
die zw eite am Yaselstauder Berg und die dritte zu „Mitenbrunn". Was bedeutet
 nun dieses Mit tenbrunnen , bezw. das urkundlich etwas verst ümmelte
Mitenbrunn? Mittenbrunnen ist eine erstarrte Orittfallbildung, entstanden
aus „am (im, beim) Mittenbrunnen". Sn ber alten Sprache gab es ein Eigenschaft
 swort „mitti, mitte", das soviel wie „mittle rer, -e, es = in der Mitte
zwischen zwe ien befindlich" besagte; in „Mittag" und im altdornbirnerischen
„Metnacht" = Mit ternacht steck t es noch drinnen. Unter „Brunnen“ verstand
man ganz früh Keinen gegra benen Brun nen, sondern eine Duel le, frisch wie
sie aus dem Boben sprudelt, höchstens, daß sie mit E iche nbohlen oder Steine n zu
einer Brunnenstuben noch ausgefchalt sein kon nte. Brunne(n ) und Sp ring waren
die alten Ausdrücke für Duelle; man beachte dazu etwa „Kaltenbrunnen“ aus
„beim Kalten Brunnen“, „Springen“ aus „zum Springen“. Unser Mitt enbrunn
 en heißt also nicht s and ers als „bei ber mittleren Duelle". Wo quillen
aber bann die beide n anderen Du ellen, die unserem Zwisc he nbr unnen den
Damen gaben? Sind sie etwa versiegt? — Wir gehen Kaum fehl, wenn wir
die etwa 1 Kilometer weiter nördlichen Fischbachquellen als den einen und den
etwa 500 Meter südli ch gelegenen Ursprung des Mühlgrabe ns über ber Ach
drü ben als den ande rn Brunnen ansprechen. An ber Duelle des Mühlgrab ens
dürfte auch ber 1517 in einer Emfer Urkunde erwähnte „Acker am Ried zu
Mülbrunnen" sein. ,

An ber Mitte aber zwischen Fischbach und Mühlbrunnen auf ebenem, ehemals
 häuserfernem Ried, da rieselte ber alte Mitt enbrunnen , gleichk ühl en
Trunk schenkend dem Bau ern, der mit haue und „Spatt“ in Sonnenbranb und
S chweiß und Schw ielen am Altweg und Frörerbild7) ackerte und rackerte, wie
auch dem weidsrohen Funker , der nach beutebelohnter Wildschweinhatz aus bem
Forach heimwärts Kehrte.

F Klier bildstock mit dem Gekreuzigten im Ältweg, wohin die Dorn birner „für do
Frörar" (eine 6r1 Grippe) früher wallfahrteten.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.