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Full text : Veldkirch. Das ist Historische Beschreibung der Löblichen O. O. vor dem Arlberg gelegenen Stadt Feldkirch

Beschreibung. 17

Nicht lange hern ach haben die Ritt er von Bo dman und Sc hellen berg ihre in
diesem Land habe nde Jura und geistlichen Gerechtsamen dem Bisthu m Chur, auch der
Geistlichkeit in Feldkirch freiwillig überlassen.

Anno 1302 den 19. October, nach vielen und groß en sein er Stadt Feldkirch
ertheilten Gutthaten, ist der alte Graf Rudolph von Montfort in Gott entsch l afen.

Darauf hat Graf Hugo von Montfort als Successor Feldkirch in seinen Schutz
genommen; welcher Anno 1310, da er gewisser Geschäfte halber zn Sc haffha usen war,
entweder aus Nachstellung, oder ungefährlich, mit höchstem Herzeleid der Seinigen aus
diesem Leben hingeraumt und entleibt ist worden.

Nach di esem wurde Herr zu Feldkirch Graf Bertoldus von Montfort, wel cher
Anno 1314, als er wol lte durch den Rhein schwimmen, alldort sein Leben geendet. Diesem
ist nachgefolgt Graf Fridericus von Montfort.

Anno 1320 ist wegen groß er Begnadigungen groß er Herren der Jo han niter-Ritter
Haus zu Feldkirch sehr berühmt geworden, indem di eser Orden ja ritterlich wider die
barbarischen Feinde stritt; dazumal war Commenda tor und Vorsteh er Hugo, ein Graf
von Werdenberg.

Glei ch in dein nachgehenden Jahre 1321 hat Sigefriedus von Grüllenhausen aus
dem Ritterstand Einer und Bischof zu Chur, sein Bisthum Nudolpho Graf en von Montfort,
 selbiger Zeit Bischof zu Konstanz, resignirt und übergeben. In jetzt angesetztem
Jahr ist Graf Friedrich zn Montfort in dem Rhein zu Grund gegangen.

Anno 1331 hat Wilh elmus Graf von Montfort aus ritterlichen Verdiensten und
Zulassung Kaise r Lu dwigs an dem Gest ade des Bodensees das Sch loß Langen-Argen
aufgeführt.

In dem Jahr 1338 sind in der Stadt und Herrschaft Feldkirch so viel Heu stäffel
oder Heus chr ecken, andere sagen Engerich, geflogen, daß das Tageslicht in etwas verf inster t
wo rden, vernrsachten auch gro ßen Schad en. Hiebe i sollten unserer Zeit diejenigen ihre
Meinung verändern, welc he die einfältige Einbildung ha ben, als wären vorher niemal s
dergleichen Ungeziefer und Käfer in dies em Laud gewesen.

Anno 1343 wurde Graf Udalricus vou Montfort der älte re, Herr zu Feldkirch
den 9. October von seine n eigenen Erben schimpflich, zwar unsch uldig gefangen, und in
Gefängniß geworfen, indem sie diese argwöhnische Einbildung hatten, ernannter Udalricus
wolle die ihnen ge bührende Erbschaft anderswohin vermachen. Sind aber bald hernach
genöthigt worden, tiefen schon ac htzigj ährigen Herrn wied erum zu entlassen, auch auf unschuldi
 gen und freien Fuß zu stellen.

Nachfolgendes Jahr als 1344 ist zu Feldkirch vor Oster n an dem Dien stag in
der Charwoche bei angehender Nacht zwischen 7 und 8 Uhr ein erschrecklich feuriger Klo tz,
in Gestalt, Form und Größe eines Kübels oder so groß als ein Metzen, mit wel chem das 4
            
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