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Full text : Veldkirch. Das ist Historische Beschreibung der Löblichen O. O. vor dem Arlberg gelegenen Stadt Feldkirch

28 Feldkirchische

viel Häuser eingefallen sein. Auf dieses so frühzeitige Wetter ist ein sehr dick er Schne e
ge fallen, welcher 9 Tage lang gelegen ist, worauf an vielen Orten eine Pest erfolgte,
welc he von Johann Baptist bis anf Ostern folg enden Jahres mit gr oßer Niederlage der
Mens chen gewähret hat.

Anno 1400 hat Herzo g Leop old den Bürge rn zu Feldkirch erlaubt, eine Zuschg
in der Stadt zu bauen, mit di eser Bedingniß, daß ein eigener und gewisser Mann dazn
verordnet werde, das Geld ei nzunehm en, bis es 30 Pfund pf. Zins möge Einkommens
haben, welche zu einer ewi gen H. Meß zu St. Leonardi Ka pelle in der Au geord net sein
solle ; und wann solche H. Meß an fgeric htet, ordn et er das Einkommen besagter Zuschg
der Stadt rc., geschehen am Die nstag vor St. Margreten Tag.

Anno 1402, nachdem Heinrich Gäßler von Brauneck, Ritt er und Vogt zu
Feldk irch, das zeitl iche Leben gesegnet, ist ihm in der Feldkirchischen Vogte i nachgesetzt
worden Sigismu nd von Schlandersberg, auch ein Ritter, dessen Ruhm bald wird erhellen.

Anno 1403 ist die Jll also ang eloffen und mit Wasser aufg eschw ellt worden, daß
an dem Fest des heiligen Bartholomäus das Wasser durch die Vorstadt und einen Schnh
hoch durch des Höwers Thor, (dein wir jetzt Mühle-Thor den Namen geben) ausgieng;
damals hat man zu Pferd nicht wohl können for tkom men, dann bei der Mühle müßte
man schwimmen.

Anno 1404 haben die Feldkircher an dem Fest St. Laurentii Werde nberg (welches
Ort dazumal wider die Oesterreichischen fei ndlich handeln wollte) belagert, und gezwungen,
daß sie sich sammt allen Rechten, so Graf Henricus von Tettnang dazu hatte, dem Haus
Oesterr eich ergeben mußten.

Gle ich dara uf hat ein Graf von Stielingen, der Zeit ein österreichisch er Landvogt,
Herrn Graf Hartmann, Bischof zu Chur, und den Grafen Hugo von Sarga ns in des
Clos Wins-Schrei bers Haus gefänglich angenommen. Besagter Bischof wurde erst nach
Verfließung von 9 Mona ten wied ermn ledig gemacht; wegen die ser feiner Entlassung er
die unbefleckte Empfängniß der alle rsel igsten Jungfra u Maria im gan zen Bisthum zu
feiern befo hlen hat.

Neben diesem Al lem, in beschriebenem Jahr, zogen die von Feldkirch in das Walgen
 und ve rbrennt en Nützider s, machten einen groß en Raub und trieben mehr als 100
Stück Vieh davon. Von di esem Glück angehetzt, sind sie an dem Fest des H. Andreas
vor Blumenegg gerückt, haben auch die Burg beschosseu, haben sich doch ve rmög gewisser
Bedingnisse abthädigen lassen. Als ihnen aber das gethane Versprechen nicht geha lten
wur de, sind sie an St. Thomä Fest wied er ein gefallen, und haben das Sc hloß alldort
erobert. Anno

1405 gegen die Fa sten gieng en die Feldkirchischen feindlich wider den
Bregenzerwald, verbr annte n unterweg s das Dorf Hardt, und nahmen in den bregenzerischen bregenzerischen
            
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