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Full text : Veldkirch. Das ist Historische Beschreibung der Löblichen O. O. vor dem Arlberg gelegenen Stadt Feldkirch

^eldkirchische

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ist worden; auf so gesc he henem Fall haben die schwedischen Vorgesetzten sich doch nicht
getrauet in die ses Land her aufzukomm en, sondern haben die Stä nde nach Bre genz berufen
und mit ihnen der Brand steue r halber also tractiert, daß von Stadt und Land ein jedes .
Haus 18 fl. Brandschatzung geben solle, welches eingeg angen word en.

Erst nach die sem sind etliche Presse r herauf geko mmen, deren sich in die 60 Mann
auf das Schloß Schattenburg ge setzt, auch etliche wenig in die Stadt und and ere Orte sich
verlegt haben, das bedingte Geld sammt anderen Beuten hinweg zu führen, dann damals
alles in größtem Schrecken und in der Fl ucht war.

Zu di eser Zeit hat ein jeder die Freu nde oder Nachbarn wohl erkennen mögen,
indem die Flu cht über den Rhein theuer genug und mit gr ößtem Schaden hat müsse n bezahlt
 wer den.

Von diesem hat Ovidiu s schon längst gesungen:

Donec eris felix, mu ltos numerabis amicos,

Temp ora si fuerint nu bila, solus eris.

So lang dir wohl, bist Freunden voll,

Kommt Ungelück, dich Niem bt anblickt.

Anno 1648 den 15. Juni ist eine löbl. Bürgerschaft zu Feldkirch, ungefähr bei 350
Menschen , mit aufrechtem Kreuz und Fahnen nach Ein siedeln zu U. L. Frauen wall f ahrten
gegangen, 5 Täg hat man damit zuge b racht, die ser Ursach en halber , weil der Feind den
4. Jänner 1647 das Land eingenommen, und den 7. März hernach ohne absonderlichen
Schaden, über alles Vermeinen, abgezogen ist. Und da man wieder zurückgekommen, ist
die übr ige Bürgersch af t, klein und groß, jung und alt, bis zu dem Letzibüchel bei Tisis
auch mit Kreuz und Fahnen den andern entgegen gega ngen, und haben sie in die Stadt
begleitet. Ist also bei undenkbaren Jahr en keine
ges ehen worden.

Anno 1649 sind die Herren Patres
gekommen, auch mit Zuthuu ng Bis chof Jo annis
gebührend angenommen und aceommodirt worden,
meh reres.

so schöne und erbärniliche Prozession

Societa tis Jesu allher nach Feldkirch
von Chur, von löbl. Stadt Feldkirch
Von welch en in dem andern Theil

Nach dem obangezogener Graf Carl Friedrich die Vogtei aufgegeben, ist ihm
Anno 1654 nachgesetzt worden Graf Carolus Philippus von Mohr, welcher durch frühzeitigen
 Tod die Vogtes in dem ers ten Jahr mit sammt bem Leben aufgegeben hat.

Nach diesem hat das hochlöbl. Haus Oesterreich die Vogtei Feldkirch für sich
selbst beha lten und durch Verwalter versehe n lass en.

Dann auf Ab lebeu vorbesagten Herrn Graf en von Mohr rc. Herr Jo hann Andreas
            
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