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Full text : Veldkirch. Das ist Historische Beschreibung der Löblichen O. O. vor dem Arlberg gelegenen Stadt Feldkirch

Ander er

Theil. 67

Neben erm eldten Pfarrherrn hat mehrbesag t e Pfarr k irche auch siebe n Caplouen,
welc he alle wohl fun diert und investiert sind.

Die erste Caplouey ist Dominorum, welche von Graf en Rudolpho von Moutsort,
auch dessen Sohn Rudolpho, den le tzten Herrn zu Feldkirch, Anno 1389 völlig gestiftet

ist worden, dessen Altar rechter Seite des Hocha ltar s, die Kreuzi gung Christi vorste llen d
ist, unter welc hen auch besagter Nudolphus Anno 1390 in Gott entsch l afen, mit Schild und
Helm hingelegt, noch ruhet . Dieser Caplonei ist beiue bens eine Pfarr ei, Tost ers gen annt,
aunectirt , welc he ein löbl. Magistrat zu ve rleihen hat, auch dieselbe ordinarie besagtem
Capellano Dominor um couferirt.

Die andere Caplonei ist Sanctorum^Apostolo^um, gleichfalls von denen Grafen
von Montfort fundi ert und gestiftet. Dieser Capellanus soll mit sei ner heil. Meß aus den
zwölf Botte n Altar bei dem Wend elstein, dem Herren oder Vögten in der Pfa rrkirch e
Sonn- und F eyertag bis in das Spät-Am t gewärtig sein. Dess en Altar ist auf der
rech ten Seite unter dem Chor, CchriststHuumelfahrt vorze igend .

Die dritte wird intitulirt: Unser Lieben Frau en Caplonei, ist ein doppeltes Beuesicium,
 besteht auf dem Altar Unser Lieben Frauei: End, linker Seite des Chors und in
der Kapelle Beatae Virginis in der Vorstadt, von welcher Kirche bald hernach.

Die vierte wird genannt 8auMM Oruols, des sen Altar gleic h unten an dem Glocke n­Haus
 steht, allwo jetzt auch die Bruderschaft des H. Rosenkranz und die Patres §.ocie±atis
Jesu ihr Exercitium haben. Besa gtem Capellano ist auch die Kir che der H. Petri und
Pauli auf dem Kirchhof annectiert, und zu versehe n bei gesetzt . Von welcher Kirche auch
an se inem Ort.

Der fün fte Capellanus ist Sanctissimae. Trinitat is, dessen Altar stehe t zur linken
Sein in den: Chor neben dem Hochaltar. Neben anderen gewöhnlichen Verrichtungen hat
augezogener Capellanus jährlich diese Obligation, daß er an den: Fest St. Stephani
Mor gens unter dem Früham t auf besagten: Altar eine heilige Meß lese, zur Dankbarkeit,
weil an diesem Fest die Stadt Feldk irch von drei Pilgramen durch gelegt es Feuer hätte
sollen verbrennt wer den, welche aber von einem alten Weib, die solches auf der Jllbrücke
heimlich von ihnen gehört, verrathen, gefangen- und hin gerichtet, auch di eses große Unheil
verhindert ist worden.

Der sechste Capellanus ist St. Leonar di, in der von Rudolpho und Udalri co,
Grafen von Montfort, in der Au erbauten Kirc he. Von di eser Kir che solle gleich bald
mehr gemelbet werden.

Der si ebente Capellanus ist zum heil. Geist in dem Spital, von Hugv, Gr afen
von Mo ntfort, Herrn zu Feldkirch, Anno 1218 gestiftet und erb auet, allwo er seine gew isse
Obligation alle Freitag Meß zu lesen hat. In diesem Spital, wel ches von gemeiner gemeiner
            
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