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1647 bei dem schwedischen Einfall ver hörgt und
in Aschen gele gt worden; diese s Schloß war er stens
ein erblicher Sitz der Grafen daselbst, nahgehends
der Oesterr . Vögte, zu dieser unser Zeit aber ein
Steinh au fen und zers pre ngte Mauern, welche doch,
deß vor wol gestandenen Wesens und der fein dli chen
Grausa mk eit Zeugen seynd."
Als Funde aus den Ruinen bew ahrt das Museum
zu Bregenz Kettenroll en zum Aufziehen der
Zugbrücken, eine Stein- und eine eiserne Kan onenkuge
l, Bau ern rettete n vom Untergang zwei Gemäldetafeln
mit Darstellungen aus dem Leben des hl. Gebhard.
Dies und obige Aeußerung Ramsbergs sind
sichere Zeugnisse von der Vere hrung des Heiligen
vor dem Untergänge des Schlosse s auf demselben.
S olange aber dieses als Wahrz eiche n des Ritterthums
bestand, genoß offenbar St. Geor g, der Patron der
Ri tter, dem die Burgc apelle geweiht war, der Sc hutzhei
lige des Rit terbu ndes vom St. Georg enschil d,
unter de ssen Ba nner der Sieg gegen die Appenzeller
erfochten wurd e, den Vo rzug in der Verehrung
dort oben auf dem Berge, der jetzt Gebhardsberg
heißt. Nach dem aber Ritterthum und Schloß dem
Unter gänge verf allen waren , wurde es auders.
Eine Stä tte wie dies e, von der bis her die Rede
war, mit ihrer vielhundertjährigen Gesch ichte, mit
he iligen und profanen Annahmen und Erinnerungen
aller Art, mit einer Natur sc hönheit, die ihresgleichen
in der Runde sucht, ko nnte unmöglich für immer
wüste und ver lassen blei ben. Das beka nnte Wort:
„Und neues Leben blüht aus den Ruine n," galt auch
hier. Römer, Ritter und Mönche waren seit alters
die practischesten, naturkundigsten und romantischesten
Leute in der Wahl von Puncten für ihre Castelle,
Burg en und Ze llen. Nach der Volksmeinung, der
wir uns freilich nicht anzuschließen vermögen, stand ‘ ‘